Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbesserte Luftqualität im "Schwarzen Dreieck"

14.05.2001


... mehr zu:
»Emission »Luftqualität
Region sucht nach einem neuen Namen

Das "Schwarze Dreieck" im Ländereck Polen, Tschechien und

Deutschland hat einen anderen Namen verdient. Die Luftqualität ist bedeutend besser als noch vor Jahren. Mit ehrgeizigen Programmen zur Minderung des Schadstoffausstoßes in Industrie, Verkehr und Haushalten ist es in Polen, vor allem aber in Tschechien gelungen, in den Jahren 1989 bis 1999 im "Schwarzen Dreieck" die Emissionen für Schwefel um 92 %, für Stickoxid um 80 % und für Partikel um 96 % zu senken. Der jetzt vorliegende "2. Gemeinsame Bericht zur Luftqualität im Schwarzen Dreieck 1999" belegt diese Entwicklung eindeutig. Die Erarbeitung erfolgte durch eine trilaterale Arbeitsgruppe. Sie setzt sich aus Mitarbeitern des Tschechischen Hydrometeorologischen Instituts aus Prag und Usti nad Labem, des Inspektorrates für Umweltschutz der Wojewodschaft Wroclaw und Jelenia Gora, des Sächsischen Landesamtes für Umwelt und Geologie Dresden und des Umweltbundesamtes Berlin zusammen.

Für eine einheitliche Bewertung der Luftmessdaten aller Stationen im gemeinsamen Luftüberwachungssystem wurden die Kriterien der Luftqualitätsrahmenrichtlinie der Europäischen Union (EU) und der bereits bestehenden Tochterrichtlinien verwendet. In Vorbereitung auf den Beitritt Polens und der Tschechischen Republik zur EU ist die Anpassung der nationalen gesetzlichen Regelungen an das EU-Umweltrecht noch nicht abgeschlossen.
Die Jahresmittelwerte des Ausstoßes von für Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid, Kohlenmonoxid und Staubpartikel lagen im Jahr 1999 unter den gültigen Grenz- und Richtwerten der EU. Bis auf wenige Ausnahmen trifft dies auch für die Tagesmittelwerte der genannten Luftschadstoffe zu.
Für Ozon wurde insbesondere im Gebiet des Erzgebirges mehrmals der Schwellenwert für den Schutz der Vegetation (24-Stundenmittel von

65 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft) überschritten. Nachweisbar ist ein Abfall der kurzzeitigen Extremwerte für Ozon, die Mittelwerte stiegen leicht an. Dieser Entwicklung gilt auch zukünftig höhere Aufmerksamkeit, um geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können.
Erstmals wurden auch Benzol (aus Kokereien, Kraftstofflagerung und -verteilung sowie aus dem Verkehr stammende Emissionen) und die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (mit Benzo[a]pyren [BaP] - krebserregender Leitparameter) in die Bewertung aufgenommen. Für Benzol wird an den betrachteten Stationen der ab 2010 EU-weit gültige Grenzwert eingehalten. An der tschechischen Station Teplice wird der gegenwärtig diskutierte Vorschlag eines Grenzwertes für BaP noch überschritten. Jedoch zeigen die Konzentrationen der letzten Jahre eine stetig abnehmende Tendenz. Die Luftqualität ist mit der anderer EU-Staaten vergleichbar.
Somit ergibt sich eine gute Bilanz für das Luftmessnetz, das vor zehn Jahren mit EU-Fördermitteln aus dem PHARE-Projekt aufgebaut wurde. Es besteht aus 40 Messstationen. PHARE ist ein Projekt zur Unterstützung beim ökonomischen Umbau in osteuropäischen Staaten. Es begann in Polen und Ungarn.
Täglich werden die Luftmessdaten ausgetauscht, die Ergebnisse seit 1998 viersprachig in einem gemeinsamen Bericht herausgegeben.

! Der Bericht "Gemeinsamer Bericht zur Luftqualität im Schwarzen Dreieck 1999" kann beim Zentralen Antwortdienst des Umweltbundesamtes, Postfach 33 00 22, 14191 Berlin, Fax: 030/8903 2912, als Broschüre oder CD-ROM angefordert werden. Unter http://www.umweltbundesamt.de, Rubrik "Veröffentlichungen", besteht im Internet eine Möglichkeit zum Download.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Karsten Klenner | idw

Weitere Berichte zu: Emission Luftqualität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wenn Seen ins Schwitzen kommen: Aktuelles IGB Dossier erläutert die Folgen des Klimawandels
26.04.2018 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Bestände des invasiven Kalikokrebses reduzieren und heimische Arten schützen
24.04.2018 | Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltrekord an der Uni Paderborn: Optische Datenübertragung mit 128 Gigabits pro Sekunde

26.04.2018 | Informationstechnologie

Multifunktionaler Mikroschwimmer transportiert Fracht und zerstört sich selbst

26.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Berner Mars-Kamera liefert erste farbige Bilder vom Mars

26.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics