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Wichtiger Schritt zum Verbot von TBT - Schiffsanstrichen

03.05.2001


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Meeresumweltschutz: Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) hat vorgezogenes Ende von Einhüllentankern beschlossen.

Zum vorzeitigen Ausmustern von Einhüllentankern und zum Verbot von umweltschädlichen organozinnhaltigen Schiffsanstrichen sind nun wichtige Beschlüsse im Umweltausschuss (MEPC) der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) gefallen. Dies berichtet des Bundesverkehrsministerium am Montag in Berlin. Auf Betreiben der Bundesregierung im Verein mit den übrigen EG-Staaten seien damit der Schutz der Meeresumwelt erhöht worden und die Sicherheit der Seeschifffahrt verbessert worden. Um in Zukunft Ölverschmutzungen des Meeres und der Küsten bei Tankerunfällen zu verhindern, werden Tanker, die über keine Doppelhülle verfügen nach einem gestaffelten Zeitplan schrittweise ab 2003 (dem internationalen Inkrafttreten der heute beschlossenen Änderung) aus dem Verkehr gezogen. Spätestens im Jahr 2015 wird der letzte Einhüllentanker ausgemustert. Anlass für diese Initiative waren die Tankerunfälle der letzten Jahre, insbesondere die Havarie des Tankers „Erika“ vor der französischen Küste. Das BMVBW hat zusammen mit dem französischen Verkehrsministerium in einer Arbeitsgruppe diese Maßnahmen initiiert. Durch verschärfte Kontrollen soll erreicht werden, dass auszumusternde Einhüllentanker für die Restlaufzeit auch weiterhin gewartet werden, erklärte das Bundesverkehrsministerium. Dies sehe das international verbindliche Überwachungssystem (Condition Assessment Scheme, CAS) vor. Diesen Kontrollen müssen sich ältere Einhüllentanker zukünftig unterziehen, wenn sie über das Jahr 2005 hinaus im Betrieb bleiben sollen. Ferner sei es auf der Umweltausschusssitzung der IMO in London gelungen, die Ausarbeitung eines Konventionstextes weitgehend abzuschließen, mit dem die Verwendung von organozinnhaltigen Schiffsanstrichen verboten werden soll. TBT ist heute in allen Schiffsanstrichen als wirksamstes Mittel gegen den Bewuchs des Schiffskörpers mit Algen und Meerestieren enthalten. Für das weltweite Verbot der giftigen Chemikalie TBT setzt sich das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen schon seit langem vehement in der IMO ein. Im kommenden Herbst soll eine diplomatische Konferenz ein entsprechendes Übereinkommen verabschieden und einen möglichst kurzfristigen Termin für das Inkrafttreten setzen. Ab 2003 solle keine derartigen Anstriche mehr auf die Schiffe aufgebracht werden und ab 2008 soll kein Schiff mehr mit solchen Anstrichen fahren.

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