Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachkommen nationales Naturerbe noch nachhaltiger nahe bringen

27.04.2001


... mehr zu:
»Naturerbe »Naturschutz
Deutsche Bundesstiftung Umwelt will Naturschutz breiteren Raum
geben - Förderleitlinien ergänzt - In zehn Jahren 107 Millionen Mark
investiert

   Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, will
zukünftig dem Naturschutz im Kanon ihrer Förderaktivitäten breiteren
Raum geben und mit herausragenden Projekten von gesamtstaatlicher
Bedeutung helfen, das nationale Naturerbe zu bewahren oder wieder
herzustellen. Das Kuratorium der größten Umweltstiftung Europas
beschloss unter Vorsitz von Bundesbankpräsident i.R. Prof. Dr. Hans
Tietmeyer, Satzung und Förderleitlinien zu ergänzen. Danach können
Vorhaben finanziell unterstützt werden, die Lebensräume oder
wildlebende Arten schützen sowie einer natürlichen,
standortspezifischen, genetischen Vielfalt und einer nachhaltigen
Nutzung von Arten und Ökosystemen dienen. In Umwelttechnik,
-forschung und -kommunikation hat die Stiftung, die nach dem Verkauf
der ehemals bundeseigenen Salzgitter AG mit 2,5 Milliarden Mark am 1.
März 1991 die Arbeit aufgenommen hatte, bisher 4.100 Projekte mit 1,7
Milliarden Mark unterstützt.
  
   Stiftungsgeneralsekretär Fritz Brickwedde machte in einer
Pressemitteilung deutlich, dass die DBU bereits im ersten Jahrzehnt
ihrer Existenz 175 Naturschutzprojekte mit rund 107 Millionen Mark
unterstützt habe. Darüber hinaus seien im DBU-Stipendienprogramm 46
Doktorarbeiten zu Naturschutzthemen finanziert worden, so dass dieser
Komplex rund 7,5 Prozent an der gesamten DBU-Förderung ausmache.
Dabei sei es etwa um die Entwicklung naturschutzgerechter
Landnutzungsformen, die Revitalisierung von Flüssen und Bächen und
die Renaturierung von Niedermooren gegangen.
  
   Auch der Aufbau von Umweltbildungszentren wie der Blumberger
Mühle, der Burg Lenzen (beide Brandenburg), der Artenschutzschule
Metelen (Nordrhein-Westfalen), dem Nationalpark-Haus Sächsische
Schweiz oder dem Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern
(Bayern) sei unterstützt worden. Eine Auswahl solcher innovativen und
praxisnahen Projekte dokumentiere die Broschüre "Naturschutz" der
DBU, die gerade druckfrisch vorliege.
  
   Um diesen Ansatz neben der bisherigen Tätigkeit zu intensivieren,
seien Satzung und Förderleitlinien nach umfassenden
Expertenanhörungen angepasst worden. Die nun zur Abteilung
"Umweltforschung und Naturschutz" umstrukturierte bisherige Abteilung
Umweltforschung werde sich vor allem um den Naturschutz in der
genutzten Kulturlandschaft kümmern, was einen wichtigen Ansatz zur
Sicherung des nationalen Naturerbes und Aufrechterhaltung der
biologischen Vielfalt bedeute.
  
   Dabei werde es im Schwerpunkt um die Bewahrung und
Wiederherstellung des Naturschutzpotenzials in genutzten Landschaften
gehen, um die Sicherung von Lebensräumen mit hohem
Naturschutzpotenzial für Pflanzen und Tiere, um das Entwickeln und
Umsetzen von Schutz- und Managementkonzepten für Lebensräume, die
durch historische Landnutzungsformen entstanden sind, um die
Entwicklung und Erprobung von Naturschutzkonzepten in besiedelten
Räumen sowie um die langfristige Sicherung und Wiederherstellung
ausgewählter Naturlandschaften und Schutzgebiete.
  
   Die Projekte müssten von herausragender überregionaler oder
länderübergreifender Bedeutung sein oder sie zumindest erlangen
können und erkennen lassen, dass die zu schützenden Pflanzen, Tiere
und Lebensräume dauerhaft gesichert werden könnten.
  
   Die neuen Förderleitlinien und die Broschüre "Naturschutz" können
kostenlos bei der Stiftung (An der Bornau 2, 49090 Osnabrück, Tel.:
0541/9633-0, Fax: 0541/9633-190, E-Mail: info@dbu.de) angefordert
werden.

ots |

Weitere Berichte zu: Naturerbe Naturschutz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen