Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

US-Studie: Biodiesel senkt Krebsgefahr

16.05.2001


Die Solarfabrik des Unternehmers Georg Salvamoser: Hier werden die Photovoltaikmodule im industriellen Maßstab hergestellt.


... mehr zu:
»Krebsgefahr »LRRI

Biodiesel reduziert die mit Diesel verbundenen Gesundheitsgefahren. Zu

diesem Ergebnis kam jüngst eine Studie des Lovelace Respiratory Research Institute (LRRI) im amerikanischen Albuquergue. Die wachsende Zahl der deutschen Biodieselfahrer wird dies mit Freude registrieren. Zeigt die Studie doch, dass der in der Regel kosten-günstigere Biodiesel nicht nur finanziell der bessere Diesel ist.

Die Resultate der Studie, bei der Ratten über einen längeren Zeitraum Biodieselabgasen ausgesetzt wurden, sind überzeugend. Es konnten weder eine erhöhte Sterblichkeit noch sonstige klinische Auffälligkeiten festgestellt werden. Auch die Fruchtbarkeit der untersuchten Tiere wurde nicht beeinträchtigt.

Den krebserzeugenden Bestandteilen der Abgase widmete das Team um Professor Gregory L. Finch besondere Aufmerksamkeit. Die um 30 Prozent niedrigeren Partikelemissionen und noch mehr die bis zu 90 Prozent geringeren Anteile an Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) sind für die gesundheitliche Unbedenklichkeit des aus Pflanzenöl hergestellten Kraftstoffs verantwortlich.

Neben den von den Wissenschaftlern aus Albuquergue ermittelten Vorzügen konnten im Rahmen ergänzender Untersuchungen auch für weitere Emissionsbestandteile erhebliche Verbesserungen gegenüber konventionellem Diesel festgestellt werden. So reduzierte sich Kohlenmonoxid um 50 Prozent. Schwefelemissionen konnten überhaupt nicht registriert werden. Bedingt durch seine Schwefelfreiheit, so die Experten, können mit Biodiesel modernste Katalysatoren zur Abgasreinigung zum Einsatz kommen. Dies sei insbesondere im Hinblick auf Stickoxide von Interesse, für die sowohl bei Biodiesel als auch bei Diesel noch Optimierungsbedarf besteht.

Auch der US-Kongress zeigte sich von den Untersuchungen des LRRI überzeugt. Er gab bekannt, dass Biodiesel alle Auflagen des 1990 eingeführten Clean Air Act-Programms erfüllt. Damit und durch die auch in Amerika stark gestiegenen Kraftstoffpreise dürfte Biodiesel in den USA ähnlich populär werden wie in Deutschland, wo bereits über 1.000 Biodieseltankstellen existieren.

ots |

Weitere Berichte zu: Krebsgefahr LRRI

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Dünenökosysteme modellieren
23.06.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Es wird zu bunt im Gillbach: Weitere nichtheimische Buntbarschpopulation in Deutschland nachgewiesen
22.06.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie