Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

System zur Beseitigung von Geruchsbelästigungen

15.01.2004


Anlieger von bestimmten Lebensmittelbetrieben können bald wieder ganz tief durchatmen: Das Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven (ttz Bremerhaven) entwickelt gemeinsam mit europäischen Partnern ein System zur Beseitigung von Geruchsbelästigungen. "Das Problem sind die stinkenden Verbindungen, die bei der Lagerung von Abwässern in offenen Becken oder Teichen entstehen", weiß ttz-Projektleiterin Anja Noke (Dr.-Ing.), Teamleiterin im Bremerhavener Biotechnologiezentrum Bio-Nord.



Die Firma Eismann & Stöbe GbR aus Leipzig hatte die Idee zu dem Projekt und entwickelte gemeinsam mit dem ttz Bremerhaven, einem Forschungspartner aus Spanien sowie Ingenieurbüros aus Deutschland, Spanien und Portugal ein technisches Konzept zur Lösung des Geruchsproblems.



Zu den weiteren internationalen Projektpartnern zählen ein Fleischproduzent, eine Molkerei, eine Kartoffelstärkefabrik sowie ein Kloßteighersteller. Das Projekt EMRED wird aufgrund seiner hohen Innovation von der Europäischen Union über das Förderprgramm CRAFT unterstützt.

Die Grundidee des neuen Systems ist die Verwendung von Wasserpflanzen und Filtermaterialien als Abdeckung der offenen Abwasserteiche, die dann die strengen Gerüche eliminieren. Die einjährige Entwicklungs- und Testphase diente vor allem der Prüfung, welche Pflanzen und Adsorbentien besonders effizient eingesetzt werden können.
"Das System besteht aus Rahmenmodulen, die ausgewählte Pflanzen oder geeignete Filtermaterialien so auf der Wasseroberfläche positionieren, dass sie weder durch Wind noch durch Strömung abgetrieben werden", erläutert Dr.-Ing. Frank Eismann von der Eismann & Stöbe GbR.

"Wir haben soeben die Laborversuche mit unserer Pilotanlage mit sehr vielversprechenden Ergbenissen abgeschlossen", freut sich Projektleiterin Noke. "Die Emissionsbelastung wird um 95 Prozent reduziert!" Weitere vier Testanlagen mit je 16 m² Fläche werden nun bei spanischen, portugiesischen, dänischen und deutschen Unternehmen aus der Lebensmittelbranche getestet.

"Diese Weg weisende Entwicklung erbringt den Beweis, wie die innovative Forschung des ttz Bremerhaven einen Beitrag zum Einklang von Natur und Technik leistet", sagt dazu
ttz-Geschäftsführer Werner Mlodzianowski. "Zugleich orientieren wir uns stets an den konkreten Bedürfnissen der Märkte, damit die erzielten Ergebnissen auch wirklich angewendet werden - nur so können Wissenschaft und Wirtschaft erfolgreich gemeinsam agieren."

Dem ttz Bremerhaven sind sechs Forschungsinstitute zugehörig, die sich der Entwicklung moderner marktfähiger Produkte und Prozesse verschrieben haben. Dies sind jeweils das Bremerhavener Institut für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik (BILB); das Umweltinstitut; das Institut für Energie- und Verfahrenstechnik (IEV); das Bremerhavener Institut für Gesundheitstechnologien (BIGT); das Bremerhavener Institut für Biologische Informationssysteme (BIBIS) sowie das Bremerhavener Institut für Organisation und Software (BIOS).

Boris Trelle | idw
Weitere Informationen:
http://www.ttz-bremerhaven.de

Weitere Berichte zu: Beseitigung GbR Geruchsbelästigungen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

nachricht "Brauchen wir das?" Auf dem Weg zu einer umweltgerechten Bedarfsprüfung von Infrastrukturprojekten
09.08.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie