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Niedriger fliegen schont Umwelt

04.12.2003


1,8 Kilometer tiefer bedeutet fast 50 Prozent weniger Belastung



Wenn kommerzielle Flugzeuge um 1,8 Kilometer tiefer fliegen, könnte die Bildung von Kondensstreifen um 47 Prozent verringert werden, berichten britische Forscher. Die Schäden durch den Flugverkehr werden nämlich in erster Linie durch die Veränderung der Cirrus-Wolken in großer Höhe verursacht. Die von den Flugzeugen ausgestoßenen Schwebeteilchen wirken wie Starter zur Bildung von Cirrus-Wolken. Globale Temperaturen steigen durch eine Veränderung der Wolken an, da die Erdstrahlung quasi gefangen bleibt, berichtet BBC-Online.



Wissenschaftler der Manchester Metropolitan University haben anhand von Computersimulationen die Wirkung der Kondensstreifen auf die Wolkenbildung untersucht. Die dünnen Cirrus-Wolken entstehen typischerweise in einer Höhe ab sechs Kilometern über der Erdoberfläche. Sie bestehen ausschließlich aus kleinen Eiskristallen, die ihnen auch das schleierhafte Aussehen verleihen. Kondensstreifen gehen nach Angaben der Forscher zu einem Großteil auf das Konto der Fliegerei. In den Simulationen wurden auch verschiedene Flughöhen und die Wirkung der Abgase auf das Klima gegenübergestellt. Passagierflugzeuge fliegen in einer durchschnittlichen Reiseflughöhe von sechs bis 12 Kilometern. Die Forscher haben die Effekte von tiefer fliegenden Flugzeugen genau untersucht. Dabei haben sie entdeckt, dass der geringste Schaden in einer Höhe, die etwa 1,8 Kilometer unter der durchschnittlichen Reiseflughöhe liegt, entsteht.

Bereits Mitte 2003 hat ein internationales Forscherteam einen Bericht über die Korrelation der Fliegerei und der globalen Erwärmung erhoben. Anhand von Messdaten des europäische Meteosat konnten die Experten des deutschen Luft- und Raumfahrtszentrums in Köln http://www.dlr.de Erstaunliches feststellen: Durch Düsenflugzeuge hervorgerufene Cirrus-Wolken nehmen eine zehnmal größere Fläche ein als die Kondensstreifen. Kondensstreifen galten bis dahin immer nur als kurzweilig auftretende Phänomene.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://news.bbc.co.uk

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