Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Australien will Barrier-Reef zur Superschutzzone machen

04.12.2003


Einschränkungen der Fischerei und des Tourismus sollen Riff am Leben erhalten



Das größte Korallenriffsystem der Welt, das Great-Barrier-Reef vor der Ostküste Australiens, soll zum größten Meeresschutzgebiet erklärt werden, berichtet BBC-Online. Dabei sollen per Gesetz die so genannten grünen Zonen des 2.000 Kilometer langen Riffs ausgedehnt werden. Kommerzielle Nutzung, Fischerei und Freizeiteinrichtungen werden dort verboten sein.

... mehr zu:
»Barrier-Reef »Fischerei »Riff


Wenn der Plan, der kommende Woche im australischen Parlament diskutiert wird, tatsächlich durchgeführt wird, wird das Great Barrier Reef zum größten Meerespark der Welt. Für Umweltschutzorganisationen wie etwa den WWF-Australia bedeutet dies Jubelstimmung berichtet BBC. Ökologen befürchten, dass Überfischung heute schon schwere Schäden an der einzigartigen Rifflandschaft, hinterlassen hat. "Das sind visionäre, bahnbrechende Aussichten", so Imogen Zenthoven, WWF-Campaigner am Projekt zur Rettung des Great-Barrier-Reef. Bis heute gibt es kein so weitgefasstes Netzwerk auf der ganzen Welt. Der australische Umweltminister David Kemp will damit die Biodiversität am Nationalpark Great-Barrier-Reef erhalten.

Kritiker argumentieren aber, dass auch andere Faktoren wie etwa globale Erwärmung und der Eintrag großer Mengen von Düngemitteln und chemischen Substanzen aus der Landwirtschaft der Rifflandschaft stark zusetzen. Zenthoven argumentiert aber, dass die Einschränkung der Fischerei jedenfalls dafür sorgen würde, dass ein Stressfaktor am Riff ausgeschaltet werden kann. "Dadurch würde zumindest ein Teil der Belastungen entfallen und das Ökosystem kann sich etwas erholen", so der Spezialist. Die australische Regierung plant aber auch eine bessere Kontrolle der Abwässer aus der Landwirtschaft ins Meer. Umweltschützer fordern schon seit längerem, dass Australien auch dafür sorgt, seine Treibhausgase zu reduzieren. Heftige Kritik an umweltschädlicher Energiegewinnung auf dem großen Kontinent gibt es schon seit längerem. Premier-Minister John Howard hat es außerdem abgelehnt das Kyoto-Protokoll zu unterzeichnen.

Die ersten Gegner des Umweltplanes stehen schon auf den Barrikaden: Queensland fürchtet um seine Fischereiindustrie, kleine Gemeinden fürchten um ihre wirtschaftliche Existenz. Wenn der Schutzplan für das Riff durchgezogen wird, drohen Unternehmen und Einzelpersonen saftige Strafen bei Zuwiderhandeln gegen die Umweltschutzbestimmungen. Minister Kemp hält dem entgegen, dass die Regierung für den Fall der Schaffung der strengen Naturschutzgesetze Kompensationen für Fischereiunternehmen und Einzelpersonen übernehmen wird. So sollen Fischereilizenzen in bar abgelöst werden und Umschulungsprogramme sollen eine Zunahme der Arbeitslosigkeit verhindern.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.gbrmpa.gov.au

Weitere Berichte zu: Barrier-Reef Fischerei Riff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Mehr wärmeliebende Tiere und Pflanzen durch Klimawandel
20.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

nachricht Gebietsfremde Arten weltweit auf dem Vormarsch
15.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Luftfahrt der Zukunft

23.02.2017 | Veranstaltungen

Problem Plastikmüll: Was können wir gegen die Verschmutzung der Meere tun?

23.02.2017 | Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Alternativer Therapieansatz für die Fettspeicherkrankheit Morbus Gaucher

23.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Luftfahrt der Zukunft

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Kühler Zwerg und die sieben Planeten

23.02.2017 | Physik Astronomie