Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hilfe für den Schreiadler

02.12.2003


Die Deutsche Wildtier Stiftung schützt den Lebensraum des gefährdeten Greifvogels




Kaum mehr als 115 Brutpaare des Schreiadlers, der auch als Pommernadler bekannt ist, gibt es noch in Deutschland, drei Viertel davon in Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Roten Liste für Brutvögel ist der kleinste in Deutschland vorkommende Adler als „stark gefährdet“ eingestuft. Grund genug für die Deutsche Wildtier Stiftung, ein einzigartiges Schutzprojekt für den so selten gewordenen Greifvogel zu unterstützen.



Während sich die Bestände anderer Greifvogelarten wie See- oder Steinadler allmählich erholen, droht der Schreiadler in Deutschland ganz zu verschwinden. Dem störempfindlichen Vogel machen die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft schwer zu schaffen. Wenn aus nur extensiv genutztem Wiesen und Weiden Mais- oder Getreideäcker werden, finden die kleinen Adler nicht mehr genügend Nahrung, um ihren Nachwuchs - meist nur ein Jungvogel pro Brut - groß zu ziehen. Hinzu kommt die Zerschneidung seiner Lebensräume durch Verkehr und Straßenbau.

Das Schreiadler-Projekt der Deutschen Wildtier Stiftung
Die strukturreiche nordvorpommersche Waldlandschaft bietet mit ihrem reifen Bestand verschiedener Laubhölzer und den angrenzenden Feuchtwiesen ideale Lebensbedingungen für den Schreiadler. Seinen Horst baut das Vogelpaar in alten, hohen Bäumen. Auf Lichtungen oder an den Wäldern angrenzenden Feuchtwiesen jagt der Schreiadler kleine Säugetiere und Amphibien. Doch durch Eingriffe des Menschen wurde der Adler im Laufe der Zeit immer weiter aus seinem ursprünglichen Lebensraum verdrängt.

Die Deutsche Wildtier Stiftung hilft, dem Schreiadler seinen Lebensraum zurück zu geben. In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Amt für Umwelt und Natur in Stralsund und der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern werden im Rahmen eines Moorschutzprogramms 1.300 Hektar am Lauf der Unteren Recknitz im nördlichen Mecklenburg-Vorpommern renaturiert. Dazu werden Flächen von Landwirten gekauft und wieder vernässt. Andere Flächen müssen als Jagdrevier für den Schreiadler gepflegt werden. Dazu wird in dem Projekt mit den örtlichen Landwirten zusammen gearbeitet. Öffentlichkeitsarbeit rund um den Schreiadler und Informations- und Aussichtspunkte in dem Projektgebiet runden die Arbeit zum Schutz der Schreiadler ab.

Auch wenn der Schreiadler im Mittelpunkt steht, die renaturierten Flächen kommen auch anderen selten gewordene Wildtieren wie Biber, Fischotter, Weißstorch und Kiebitz zu Gute.

Für den „Pommernadler“ ist es Fünf vor Zwölf. Durch die Maßnahmen der Deutschen Wildtier Stiftung und ihrer Partner soll das Aussterben des kleinen, aber weithin hörbaren Greifvogels verhindert werden.

Helfen können Sie dem Schreiadler mit einer Spende an die gemeinnützige Deutsche Wildtier Stiftung, Spendenkonto 846 43 00 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 251 205 10).

| DeWiSt
Weitere Informationen:
http://www.DeutscheWildtierStiftung.de

Weitere Berichte zu: Feuchtwiesen Greifvogel Lebensraum Schreiadler

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Eisenmangel hemmt marine Mikroorganismen
19.05.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Wie verändert der Verlust von Arten die Ökosysteme?
18.05.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie