Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Recycling: Fit für WEEE und RoHS

29.10.2003


Das 1994 gegründete Expertenforum "Entsorgungslogistik und Produktrecycling" geht im Oktober in eine neue Runde. Schwerpunktthemen werden Produktrecycling und Entsorgungslogistik im Hinblick auf die Umsetzungspraxis der WEEE (Waste of Electric and Electronic Equipment) sein.



Hersteller und Importeure von Elektrogeräten werden vom Gesetzgeber zunehmend in die Pflicht genommen. In absehbarer Zeit müssen sie nicht nur für die Sicherheit und Funktionstüchtigkeit ihrer Produkte garantieren, sondern darüber hinaus auch für deren Entsorgung gerade stehen. Die vorliegende EU-Richtlinie WEEE (Waste of Electric and Electronic Equipment-Entsorgung gebrauchter elektrotechnischer und elektronischer Geräte) sowie die EU-Richtlinie RoHS (Restriction of Hazardous Substanzes - Verbot bestimmter Inhaltsstoffe) verpflichtet Hersteller und Importeure zu einer erweiterten Produktverantwortung. Die im Februar 2003 in Kraft getretenen EU-Richtlinien sollen bis zum 13. August 2004 in nationales Recht umgesetzt sein. Laut WEEE tragen dann beispielsweise ab August 2005 die Hersteller die Kosten für Sammlung und Verwertung der von ihnen gefertigten Elektro-Altgeräte. Die RoHS schränkt ab Juli 2006 die Verwendung von weit verbreiteten Werkstoffen wie Blei, Cadmium, Quecksilber, Chrom IV oder spezieller Flammschutzmittel stark ein. WEEE und RoHS werden Schwerpunktthemen des "Expertenforums 2003/04: Produktrecycling und Entsorgungslogistik - Umsetzungspraxis WEEE" sein, das im November 2003 startet.

... mehr zu:
»Produktrecycling »RoHS »WEEE


Bereits 1994 hat das Fraunhofer IPA das "Expertenforum Entsorgungslogistik und Produktrecycling" ins Leben gerufen. Seither haben sich unter der Leitung des Fraunhofer IPA 38 Produktions-, Recycling-, Entsorgungs- und Logistik-Unternehmen sowie zahlreiche weitere Betroffene des Handels sowie aus Politik und Verbänden regelmäßig zum Wissensaustausch und Erfahrungstransfer getroffen. Ergebnisse aus dem Expertenforum flossen in die überarbeitete Fassung der "Handlungshilfen für die Elektro-Altgeräteentsorgung für Kommunen" ein. Auch das Kunststoffnetzwerk "RegioPlast" ging aus dem Expertenforum hervor. Die Teilnehmer des Expertenforums 2003/2004 werden in sechs Sitzungen über gesetzliche Vorgaben und deren Umsetzung und Finanzierung, über logistische und verwertungstechnische Aspekte, über die Folgen der Verordnungen für die Produkthersteller sowie über Kooperationsmöglichkeiten und Verwertungsnetzwerke diskutieren. Das Auftakttreffen findet am 6. November 2003 in Stuttgart statt. Die weiteren Zusammenkünfte werden bei den einzelnen Teilnehmerfirmen vom Fraunhofer IPA in Kooperation mit dem Gastgeberunternehmen organisiert. Auch nach dem Auftakttreffen steht das Forum interessierten Unternehmen und Organisationen offen.

Weitere Informationen:

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik
und Automatisierung IPA
Dipl.-Ing. (FH) Markus Hornberger
Telefon: +49(0)711/970-1301
E-Mail: markus.hornberger@ipa.fraunhofer.de

Dipl.-Ing. Bernd Schwald
Telefon: +49(0)711/970-1132
E-Mail: bernd.schwald@ipa.fraunhofer.de

Michaela Neuner | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Produktrecycling RoHS WEEE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Mit Urzeitalgen zu gesundem Wasser: Wirtschaftliches Verfahren zur Beseitigung von EDC im Abwasser
27.04.2017 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Plastik – nicht nur Müll
26.04.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie