Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Katalysator für den Umweltschutz

02.09.2003


Wissenschaftler in Schottland präsentierten jetzt eine frisch patentierte Katalysator-Technologie, die dabei helfen kann, die Umwelt von Halogenchemikalienabfällen zu reinigen.



Aquatische Umgebungen werden durch Schadstoffe aus einer Reihe von Quellen bedroht . Eine der zerstörerischsten Formen der Umweltverschmutzung ist diejenige durch halogenierte Chemikalien. Diese Substanzen besitzen bekanntermaßen biokumulative Eigenschaften - d.h. sie vergiften die Nahrungskette - und gelten daher rechtlich als Gefahrstoffe.



Halogenierte Chemikalien können das Wasser verunreinigen, wenn sie in Flüsse eingeleitet werden, aber auch die Ozonschicht schädigen und allgemein die menschliche Gesundheit gefährden. Sie sind giftige Abgase, die gewöhnlich entweder bei Störfällen in Chemiebetrieben, beim Umfüllen von Pestiziden oder sogar bei eher natürlichen Ereignissen wie z.B. Bränden freigesetzt werden. Als Versuch, die katastrophalen Auswirkungen dieser Chemikalien zu bekämpfen, entwickelte ein schottisches KMU ein voll automatisiertes Einphasen-Behandlungsverfahren mit optimalen Ergebnissen.

Bei der neuen Technologie handelt es sich um ein katalytisches System, bei dem - ähnlich wie bei den Katalysatoren in der Automobiltechnik - Palladium oder ein anderes Substrat auf ein herkömmliches mechanisches Trägermaterial aufgebracht wird. Wenn chemische Substanzen beispielsweise in einer Fabrik verbrannt oder thermisch oxidiert werden, bewirkt der Katalysator eine Sammlung, Absorption oder Umwandlung der dabei freigesetzten säurebildenden Gase. Gefahrstoffe wie z.B. Chlorwasserstoffe, Fluorwasserstoffe und Bromwasserstoffe werden auf diese Weise sicher entfernt.

Im Gegensatz zu anderen derzeit angewandten Technologien zum sicheren Entfernen von Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW) und anderen giftigen Chemikalien bietet dieses Verfahren nicht nur mehr Sicherheit und Effizienz, sondern es ist auch weniger kostspielig. Es ist in Recycling-Technologien, zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung und zum Schutz gegen gefährliche Industriechemikalien einsetzbar. Die Forscher, die ihre Technologie bereits patentiert bekommen und ein Lizenzabkommen geschlossen haben, sind bereit, mit anderen Interessenten oder Experten bei der Entwicklung umweltfreundlicher Katalysatorsysteme zu kooperieren.

Kontakt

WHAMOND, Carrie

Scottish Enterprise Tayside
45 North Lindsay Street
DD11HT
Dundee
UNITED KINGDOM
Tel: +44-1382-305599
Fax: +44-1382-305576
E-Mail: carrie.whamond@scotent.co.uk

| ctm
Weitere Informationen:
http://dbs.cordis.lu/fep-cgi/srchidadb?ACTION=D&SESSION=&DOC=1&RCN=EN_RCN:1179&CALLER=OFFR_TM_DE&TBL=DE_OFFR

Weitere Berichte zu: Gefahrstoff Katalysator Umweltverschmutzung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise