Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kompostierbare Produkte: Deutsch-Niederländische Zusammenarbeit in der Zertifizierung

21.08.2003
Das niederländische Keurmerkinstuut und die DIN CERTCO Gesellschaft für Konformitätsbewertung mbH haben ihre Zusammenarbeit bei der Zertifizierung von kompostierbaren Werkstoffen beschlossen.

Dank der Vereinbarung können Hersteller kompostierbarer Produkte ein gemeinsames Zertifizierungssystem in Anspruch nehmen und in Deutschland wie auch in den Niederlanden das gleiche Kompostierbarkeitszeichen nutzen.

Produkte aus biologisch abbaubaren Werkstoffen können zusammen mit anderem Biomüll entsorgt werden. Die niederländische Abfallwirtschaftsvereinigung (VVAV) erlaubt die Sammlung und Entsorgung über die Biotonne ab dem 1. September 2003. Die Produkte müssen allerdings zertifiziert und gekennzeichnet sein. Kompostierbare Biomüllbeutel ab einer Größe von 120 Liter müssen zusätzlich das niederländische Umweltzeichen (Milieukeur-Zeichen) tragen.

Ihre Praxistauglichkeit haben kompostierbare Werkstoffe jüngst im Kasseler Modellversuch bewiesen, dem weltweit größten Praxistest für kompostierbare Verpackungen (siehe auch www.modellprojekt-kassel.de). Eine Vielzahl von kompostierbaren Produkten, von der Tragetasche über Gemüseverpackungen bis hin zu Butterumwicklern, wurden von den Kasselern gut bewertet.

Nach dem Versuch kannten acht von zehn Konsumenten die neuen Verpackungen und ihre Vorteile.

89 Prozent der Kasseler, die die neuen Produkte gekauft hatten, beurteilten deren Qualität als gut oder sogar sehr gut und würden sie wieder kaufen.

Mehr als ein Drittel der Konsumenten würden für Verpackungen aus biologisch abbaubaren Werkstoffen Mehrkosten in Kauf nehmen.

Konsumenten wissen, wie kompostierbare Produkte entsorgt werden können. Die Qualität des gesammelten Biomülls hat sich nicht verschlechtert.

"Mit den Ergebnissen des Kasseler Modellversuchs und der Kooperation zwischen dem Keurmerkinstituut und DIN CERTCO werden sich kompostierbare Verpackungen im Markt verstärkt durchsetzen", resümiert Jürgen Neun, Geschäftsführer von DIN CERTCO. "Unsere gemeinsame Vision ist die eines vereinheitlichten Zertifizierungssystems für kompostierbare Produkte in Europa", so Willem van Weperen, Geschäftsführer des Keurmerkinstituuts.

Eine vollständige Liste von zertifizierten Produkten finden Sie auf der Website von DIN CERTCO (www.dincertco.de).

DIN CERTCO ist die Zertifizierungsgesellschaft des Deutschen Instituts für Normung e.V. (DIN). Keurmerkinstituut ist eine niederländische Zertifizierungsstelle, die u.a. das nationale niederländische Umweltzeichen (Milieukeur) vergibt.

Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an:

DIN CERTCO Gesellschaft für Konformitätsbewertung mbH
Markus Weber
Produkt Manager
Burggrafenstr. 6
10787 Berlin
Telefon: +49 30 2601-2731
EMail:markus.weber@dincertco.de
Keurmerkinstituut
Postbus 45
2700 AA Zoetermeer
Tel: 079-3637000

| directnews AG
Weitere Informationen:
http://www.modellprojekt-kassel.de
http://www.dincertco.de
http://www.keurmerk.nl

Weitere Berichte zu: Biomüll Verpackung Zertifizierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Tausende Holztäfelchen simulieren Plastikmüll
23.02.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Mehr wärmeliebende Tiere und Pflanzen durch Klimawandel
20.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie