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Kältebedarf für Klimaanlage aus dem Grundwasser

17.07.2003


Das Bundesumweltministerium fördert ein Vorhaben der Stadtwerke München, mit dem die Kälte des Grundwassers für eine Klimaanlage genutzt werden soll. Mit diesem Verfahren kann infolge von Stromeinsparung gegenüber der herkömmlichen Kälteerzeugung für solche Anlagen der CO2-Ausstoss um mehr als 4.500 Tonnen pro Jahr gemindert werden. Für diese Pilotprojekt stellt das Bundesumweltministerium rund 345.000 Euro aus dem "Investitionsprogramm zur Verminderung von Umweltbelastungen" bereit.



Aufgrund zunehmender EDV-Ausstattung und der heute üblichen grossen Anteile der Fensterfläche nimmt der Einsatz von Klimaanlagen in Gewerbe- und Büroräumen immer weiter zu. Diese werden in der Regel mit Strom betrieben. Im Rahmen eines Pilotvorhabens wollen die Münchner Stadtwerke Grundwasser für die Bereitstellung von Fernkälte für ein Forschungs- und Innovationszentrum der BMW Group nutzen. Das benötigte Grundwasser wird aus acht Sammel- und Verteilstollen (Duekern) der Münchner U-Bahn, in denen Grundwasser transportiert wird, entnommen. Im Vergleich zur konventionellen Kälteerzeugung, d.h. zur Kühlung mittels herkömmliche Kompressionskältemaschinen, werden jährlich 7 Millionen Kilowattstunden Strom eingespart.



Das auf der Stauseite entnommene Grundwasser wird über eine neu zu verlegende, etwa 4,6 km lange Rohrleitung zum Forschungs- und Innovationszentrum transportiert. Das Grundwasser wird mit einer Temperatur von 10 bis 12° C entnommen und - nach Nutzung der Kälte - mit etwa 17° C wieder rückgespeist. Von der Temperaturerhöhung sind keine negativen Auswirkungen auf das Grundwasser zu erwarten. Es ist vorgesehen, an 8.760 Stunden des Jahres rund 44.000 MWh Kälte bei 5 MW Kälteleistung bereitzustellen.

| BMBF

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