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EU-finanziertes Projekt entwickelt neue Methode zur Messung von Verschmutzung an kulturellen Stätten

23.06.2003


Ein von der Europäischen Kommission finanziertes Projektteam entwickelt eine neue Methode zur Überwachung von Umweltverschmutzung in Museen und Galerien. Die Technologie könnte es Kuratoren eines Tages ermöglichen, das Potenzial für Schäden durch den Einsatz einfacher und erschwinglicher Technologie kontinuierlich zu überwachen.



Das MIMIC-Projekt (mikroklimatische Innenüberwachung in kulturellen Stätten, Microclimate Indoor Monitoring in Cultural Heritage Preservation) wird teilweise unter dem Programm "Umwelt, Energie und nachhaltige Entwicklung" des Fünften Rahmenprogramms finanziert und bringt Partner aus dem VK, Italien, Spanien, Dänemark und den Niederlanden zusammen.



In Zusammenarbeit mit Zentren kulturellen Erbes wie dem Alcázar in Segovia (Spanien) hat das Team eine Reihe kostengünstiger Schadensmesser (Geräte zum Entdecken von Schwebstaub) verwendet, um die Auswirkungen von Schadstoffkombinationen, die Schwellenwerte für Schäden und lokale mikroklimatische Anomalien zu bewerten.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Bewertungsmethoden, die auf dem Pumpen von Luft in einen Detektor basieren, sind die Schadensmesser passiv und wesentlich geeigneter für die Verwendung in kulturellen Stätten.

Einer der Projektpartner ist das Institute for Atmospheric Pollution im nationalen Forschungsrat (CNR) von Italien. Franco De Santis, ein Forscher des Instituts, erklärte: "Der passive Probensammler, den wir entworfen haben, hat mehrere Vorteile im Vergleich zu den herkömmlichen Geräten: niedrige Produktionskosten, Geräuschlosigkeit, klein [Größe] und vor allem die Fähigkeit zur gleichzeitigen Überwachung mehrerer Punkte des gleichen Bereichs."

Die daraus resultierenden Daten haben es dem Team ermöglicht, viel mehr über die Art des Qualitätsverlusts durch Umwelteinflüsse wie die schädlichen Auswirkungen von Schadstoffkombinationen zu erfahren. Das Team plant daher, das Projekt einen Schritt weiter voranzubringen.

Mit dem Einsatz speziell behandelter Quarzkristalltechnologie hoffen sie, einfache Messgeräte herzustellen, die kontinuierlich von Kuratoren und Konservatoren verwendet und interpretiert werden können, sodass diese dann wohlüberlegtere Entscheidungen zum Beispiel dahingehend treffen können, ob ein Gemälde oder ein Wandteppich an einer anderen Stelle angebracht oder restauriert werden sollte.

Das Team hofft, dass seine Arbeit auf diese Weise, zusammen mit den nützlichen Daten, die bereits während des Projekts gesammelt wurden, zum Erhalt der europäischen Kulturstätten und Kunstwerke beitragen wird.

| cn
Weitere Informationen:
http://dbs.cordis.lu/cgi-bin/srchidadb?CALLER=NHP_DE_NEWS&ACTION=D&SESSION=&RCN=EN_RCN_ID:20451&TBL=DE_NEWS

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