Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsch-französisches KMU entwickelt "saubere" Lösung für die Beseitigung von Ölverschmutzungen

20.05.2003


Ein französisch-deutsches Kleinunternehmen hat eine innovative Lösung zur Säuberung ölgetränkter Böden entwickelt

... mehr zu:
»KMU »Kaltverfahren »Minox-Konzern

Bei dem vom BIOBILLES-Projekt entwickelten Verfahren wird der verschmutzte Sand gesammelt und mit einem Polymerträger vermischt, der nicht nur das Öl vom Sand trennt, sondern auch neue Kohlenwasserstoffgranulat-Verbindungen bildet. Danach wird der Mischung kaltes Wasser zugesetzt, wodurch sich die Granulate vom Öl abscheiden.

Dadurch wird das Öl in seiner ursprünglichen Form wiedergewonnen und kann entweder zur Weiterverarbeitung in eine Raffinerie transportiert oder als Brennstoff wiederverwendet werden. Der gereinigte Sand kann ebenfalls wieder in die Umwelt verbracht werden, ohne das Ökosystem in irgendeiner Weise zu gefährden.


In einem Gespräch mit CORDIS-Nachrichten erklärte Rolf Schneider, Koordinator des BIOBILLES-Projekts im Minox-Konzern, dass das Verfahren nicht nur für Öl und Sand, sondern auch für eine ganze Reihe von Kohlenwasserstoffen und andere Medien wie Böden geeignet sei. Das BIOBILLES-Verfahren sei in seiner Art einzigartig: "Es handelt sich um das bisher einzige Projekt, bei dem ein Kaltverfahren eingesetzt wird. [...] Alle anderen Wettbewerber wenden ein Thermoverfahren an", sagte er.

Schneider legte anschließend die Gründe dar, warum ein "Kaltverfahren" und keine Thermoverfahrenstechnik eingesetzt wurde. Zum einen gilt die Thermotechnik als weniger energieeffizient, aus dem offensichtlichen Grund, dass das Wasser erst erhitzt werden muss, um das Öl vom Sand zu trennen. Darüber hinaus werden bei der Thermotechnik zusätzliche Schmutzstoffe und Emissionen freigesetzt", so Schneider.

Zweitens soll das vom BIOBILLES-Projekt entwickelte Verfahren auch umweltfreundlicher sein. Die Tatsache, dass beim BIOBILLES-Verfahren keine Wärme erzeugt wird, sorgt dafür, dass die im Sand vorhandenen Mikroorganismen durch das Verfahren keinen Schaden leiden und unversehrt in ihre Umwelt zurückgebracht werden können.

Ferner müsse hinsichtlich des beim Kaltverfahren erzeugten Wassers "kein Abwassermanagement parallel zum BIOBILLES-Prototyp entwickelt werden, da das eingesetzte Wasser ständig gefiltert wird und absolut sauber bleibt", äußerte Schneider und fügte hinzu, dass das ausgesonderte Wasser nach den EU-Abwasserstandards behandelt werde.
Der BIOBILLES-Prototyp wurde bereits in mehreren Ölraffinerien mit Erfolg eingesetzt. Wie Schneider erwähnte, führe der Minox-Konzern zurzeit Gespräche mit potenziellen Partnern in Frankreich, die an diesem innovativen Verfahren interessiert seien. "Wir verhandeln ferner mit den ungarischen Behörden über die Entwicklung einer anderen Maschine, ähnlich wie BIOBILLES, aber in größerem Maßstab", so Schneider.

Weitere Auskünfte über den Minox-Konzern sind auf folgender Website abrufbar:
http://www

| cn
Weitere Informationen:
http://www.minox-siebtechnik.de/

Weitere Berichte zu: KMU Kaltverfahren Minox-Konzern

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Besserer Schutz vor invasiven Arten
15.11.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Enzian oder Spitzwegerich – wer gewinnt in den Alpen, wenn es wärmer wird?
04.11.2016 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie