Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kraftstoff aus Biogas - Bund unterstützt Pilotanlage in Anklam

20.05.2003


Mit einem Tieftemperatur-Gastrennungsverfahren will die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) Biogas als Kraftstoff Perspektiven eröffnen. Seit Mai unterstützt sie ein Projekt der ARGE Biogastankstelle Anklam GbR. Ziel ist der Vertrieb des im Pilotmaßstab gewonnenen Kraftstoffs über die örtliche Erdgastankstelle.



Wer Biogas wirtschaftlich effektiv nutzen will, macht bislang mit der Einspeisung des daraus gewonnenen Stroms das beste Geschäft. Ähnliche Chancen werden Biogas als Kraftstoff eingeräumt, die technischen Voraussetzungen dafür sind jedoch bislang nicht gegeben. Aus diesem Grund arbeitet man seit einiger Zeit daran, das Biogas so aufzubereiten, dass es erdgasgleich von entsprechend ausgerüsteten Fahrzeugen getankt werden kann. Dabei verspricht auch die Aufreinigung durch Trennung unter besonders niedrigen Temperaturen Erfolg.

... mehr zu:
»Biogas »FNR »Kraftstoff »Methan »Pilotanlage »Rohstoff


Die sogenannte Tieftemperatur-Rektifikation ermöglicht es, Biogas in seine Einzelbestandteile Methan, Kohlendioxid und Stickstoff zu zerlegen. Im Idealfall lässt sich nicht nur das gewonnene Methan als erdgasgleicher Kraftstoff vertreiben, auch das Kohlendioxid findet eine sinnvolle Verwendung. Als Trockeneis für Reinigungszwecke verkauft, erbringt es einen zusätzlichen wirtschaftlichen Ertrag.

So die Theorie, die durch Ergebnisse aus Laborversuchen bestätigt wird. Im größeren Maßstab wurde das Aufbereitungsverfahren für Biogas bislang jedoch nicht erprobt. Ob es Perspektiven birgt, soll die ARGE Biogastankstelle Anklam GbR jetzt herausbekommen. Noch in diesem Jahr wird mit dem Bau der Pilotanlage begonnen, die stündlich 100 Kubikmeter Biogas verarbeiten kann. Im Vorfeld müssen nicht nur die Prozesse bei der Trennung des Gases analysiert und die Technologie für Biogas weiterentwickelt werden, zugleich gilt es Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Gastrennung sinnvoll an die bestehende Biogasanlage angekoppelt werden kann.

Zwei Jahre lang läuft das über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) aus Bundesmitteln unterstützte Vorhaben. Hat es Erfolg, können die Anklamer schon 2004 Methan aus Biogas tanken. Doch nicht nur die Lilienthalstadt wäre damit um eine Attraktion reicher. Denn das große Potenzial des Biogases lässt sich nur dann ausschöpfen, wenn der Landwirt daran verdienen kann. Mit der Nutzung als Kraftstoff könnte dieses Ziel erreicht werden.

Barbara Wenig


Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Hofplatz 1
18276 Gülzow
Tel.: 03843/69 30-0
Telefax: 03843/69 30-102
e-Mail: info@fnr.de
Internet: http://www.fnr.de

V.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Schütte
Nr. 282 vom 20. Mai 2003

Dr. Torsten Gabriel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fnr.de

Weitere Berichte zu: Biogas FNR Kraftstoff Methan Pilotanlage Rohstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Die Zerschneidung der Tropenwälder steigert den Ausstoß von Treibhausgasen um weiteres Drittel
30.03.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

nachricht Energieträger: Biogene Reststoffe effizienter nutzen
29.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE