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Umweltgerechte Abwasserentsorgung mit 2,6 Millionen Euro gefördert

15.05.2003


Minister Trittin uebergibt Foerderbescheid an Sued-Chemie AG



Das Bundesumweltministerium foerdert die Errichtung eines Pilotprojektes zur umweltgerechten Behandlung von nitrathaltigem Abwasser mit insgesamt 2,6 Millionen Euro. Einen entsprechenden Foerderbescheid hat Bundesumweltminister Juergen Trittin heute der bayerischen Sued-Chemie AG in Bruckmuehl bei Muenchen uebergeben.



Trittin: "Mit diesem Vorhaben wird demonstriert, welche Einsatzmoeglichkeiten neue Techniken in der industriellen Abwasserbehandlung bieten. Damit werden neue Massstaebe in diesem Bereich gesetzt. Technische und oekologische Innovationen verschaffen Unternehmen einen Vorteil im internationalen Wettbewerb. Nicht trotz, sondern wegen hoher Umweltstandards behauptet die deutsche Wirtschaft ihre gute Position auf dem Weltmarkt."

Die Sued-Chemie AG produziert am Standort Bruckmuehl-Heufeld Katalysatoren fuer die chemische Industrie. Bei der Katalysatorproduktion fallen Abwaesser mit einem hohen Salzgehalt an. Fuer die Behandlung dieser Abwaesser hat Sued-Chemie ein neues Verfahren, bestehend aus Ultrafiltration, Ionenaustausch, Umkehrosmose und Eindampfer zur Rueckgewinnung des Natriumnitrats entwickelt. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, das Nitrat im Abwasser des Werkes um 50 Prozent zu reduzieren. Die Rueckgewinnung des Nitrats soll weitgehend ohne zusaetzlichen Einsatz von Chemikalien und ohne Anfall von Klaerschlamm erfolgen. Pro Jahr sollen ca. 2.300 Tonnen Natriumnitrat zurueckgewonnen werden. Auf diese Weise werden die Umwelt entlastet und Ressourcen geschont.

Bundesumweltminister Trittin betonte, dass Katalysatoren einen wichtigen Beitrag zur Optimierung des Ressourceneinsatzes und zur Minimierung des Energieverbrauchs leisten. Trittin: "So wie im letzten Jahrhundert die Entwicklung der Industriegesellschaft zu einer enormen Erhoehung der Arbeitsproduktivitaet gefuehrt hat, liegt jetzt der Schluessel fuer eine zukunftsfaehige Wirtschaftsentwicklung in der Steigerung der Ressourcen- und Energieeffizienz. Es lohnt sich, jetzt fuer die Maerkte der Zukunft in Forschung und Entwicklung zu investieren."

Michael Schroeren | BMU
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

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