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EU-Treibhausgas-Emissionen steigen erneut an

06.05.2003


Kalte Winter bedingen verstärkten Einsatz fossiler Brennstoffe



Kopenhagen (pte, 6. Mai 2003 13:48) - In der Europäischen Union sind im zweiten Jahr in Folge die Teribhausgas-Emissionen gestiegen. Damit rückt die EU weiter von der Verpflichtung ab, die gesamten Treibhausgasemissionen im Zeitraum 2008-2012 um acht Prozent gegenüber 1990 zu verringern, wie aus der jüngsten Bestandsaufnahme der Europäischen Umweltagentur EEA hervorgeht.



Die Emissionen der Treibhausgase, die für den weltweiten Klimawandel verantwortlich gemacht werden, lagen im Jahr 2001 Schätzungen zufolge um einen Prozent höher als im Jahr zuvor. Laut ersten Erhebungen soll dafür der kältere Winter in den meisten EU-Staaten, der den Brennstoffverbrauch erhöhte, verantwortlich sein. Hinzu kämen höhere Emissionen im Transportwesen und der größere Verbrauch fossiler Brennstoffe in der Strom- und Wärmeproduktion.

Den Hauptanteil der Treibhausgas-Emissionen machte mit 82 Prozent der Gesamtemissionen Kohlendioxid (CO2) aus. Der Anteil stieg zwischen 2000 und 2001 um 1,6 Prozent. Um den selben Wert stiegen sie auch gegenüber 1990. Korrigierte Zahlen zeigen, dass sich die CO2-Emissionen bereits 2000 auf dem Niveau von 1990 hielten. Ursprünglich war man optimistischer und ging für das Jahr 2000 von eine Senkung von 0,5 Prozent gegenüber 1990 aus. Die größten CO2-Emissionsanstiege verzeichneten Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Die CO2-Emissionen durch Strom- und Wärmeproduktion stiegen zwischen 2000 und 2001 um 1,5 Prozent, jene aus dem Transport um 1,3 Prozent.

Einen starken Emissionsanstieg gab es mit einem Plus von 7,3 Prozent in Finnland und 4,8 Prozent in Österreich. Ersten Analysen zufolge ist der Anstieg teilweise auf den kalten Winter, aber auch auf weniger Regen, der die Wasserkraftproduktion in beiden Ländern beschränkte, zurückzuführen. Sowohl Österreich als auch Finnland erhöhten folglich den Einsatz fossiler Brennstoffe für die Strom- und Wärmeproduktion. Irland, Spanien und Portugal sind nach der Bestandsaufnahme am weitesten vom EU-Ziel entfernt. Allein in Irland sind im Vergleich zum Referenzjahr 1990 die Emissionen um 31 Prozent gestiegen. Erlaubt wären 13 Prozent im Zeitraum 1990 bis 2008-2012.

Die EEA wird die Analyse über Emissionszahlen und Trends sowie aktuelle Prognosen für 2010 im Herbst dieses Jahren publizieren.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://org.eea.eu.int/
http://reports.eea.eu.int/technical_report_2003_95/en

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