Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erfolgsmodell Vertragsnaturschutz - BfN und DVL stellen neue Studie vor

30.04.2003


Erfolgsmodell Vertragsnaturschutz nicht durch überzogenen Bürokratismus gefährden!



In den letzten 20 Jahren hat sich der Vertragsnaturschutz von einzelnen Modellprojekten hin zu einem weithin akzeptierten Naturschutzinstrument entwickelt. Landwirte werden so für Leistungen in der Landschaftspflege gezielt honoriert. Über die EU-Kofinanzierung konnte der Umfang des Vertragsnaturschutzes in den letzten Jahren erheblich gesteigert werden.

... mehr zu:
»BfN »DVL »Vertragsnaturschutz


Allerdings hat die Unterstützung der EU dazu geführt, dass auch zahlreiche rechtlichen Vorgaben der EU, insbesondere das sogenannte Integrierte Verwaltungs- und Kontrollsystem (InVeKoS), zu übernehmen waren. "In diesem Bereich zeigen sich nun massive Probleme," sagte Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, Präsident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). "Die Vorgaben von InVeKoS eignen sich zwar für ihren ursprünglichen Zweck als Kontrolle der Förderung von Ackerkulturen und Tierprämien, nicht aber für den Vertragsnaturschutz. Wir haben daher beim Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) eine Studie in Auftrag gegeben, um die Situation in Deutschland zu beleuchten."

Für den DVL-Vorsitzenden Josef Göppel MdB ist zentrales Ergebnis dieser Studie, dass auf Grund der überzogenen Verwaltungsvorgaben der Vertragsnaturschutz nicht ausreichend flexibel und regionalisiert gestaltet werden könne. "Rein formale Aspekte wie die kaum leistbare präzise Ermittlung der Flächengröße bestimmen zunehmend die Vertragsgestaltung und führen bei Landwirten und Verwaltungen zu erheblichen Mehrbelastungen. Dadurch, dass Landschaftselemente wie Hecken und Einzelbäume beim Vertragsnaturschutz im Grünland von der zu fördernden Fläche oft abgezogen werden müssen, sinkt bei Landwirten als auch Naturschützern die Akzeptanz," so Göppel.

In der nun vorliegenden Studie "Vertragsnaturschutz in Deutschland: Verwaltungs- und Kontrollprobleme sowie mögliche Lösungsansätze" werden die Schwierigkeiten im Detail vorgestellt und konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Situation formuliert. "Die Studie hilft, im Bereich von Verwaltung und Kontrolle des Vertragsnaturschutzes Lösungen zu finden, die eine naturschutzfachliche Weiterentwicklung der Programme ermöglichen und ihre Akzeptanz bei den Landwirten weiter stärken," so Vogtmann. "Der Vertragsnaturschutz als wichtiges Instrument des Naturschutzes braucht dringend Lösungen, die seine Umsetzbarkeit stärken," so das gemeinsame Fazit von Vogtmann und Göppel.

Die Studie (Skript 86) ist kostenlos in gedruckter Form beim BfN, Konstantinstr. 110, 53179 Bonn erhältlich und auf der Homepage des BfN unter der Rubrik "Service/Veröffentlichungen" abrufbar.

Franz August Emde | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfn.de

Weitere Berichte zu: BfN DVL Vertragsnaturschutz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Abwasser effektiv reinigen
30.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS

nachricht Professionelle Mooszucht für den Klimaschutz – Projektstart in Greifswald
29.05.2017 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, um die Eigenschaften von Graphen ohne das Anlegen störender elektrischer Kontakte zu charakterisieren. Damit lassen sich gleichzeitig der Widerstand und die Quantenkapazität von Graphen sowie von anderen zweidimensionalen Materialien untersuchen. Dies berichten Forscher vom Swiss Nanoscience Institute und Departement Physik der Universität Basel im Wissenschaftsjournal «Physical Review Applied».

Graphen besteht aus einer einzigen Lage von Kohlenstoffatomen. Es ist transparent, härter als Diamant, stärker als Stahl, dabei aber flexibel und ein deutlich...

Im Focus: New Method of Characterizing Graphene

Scientists have developed a new method of characterizing graphene’s properties without applying disruptive electrical contacts, allowing them to investigate both the resistance and quantum capacitance of graphene and other two-dimensional materials. Researchers from the Swiss Nanoscience Institute and the University of Basel’s Department of Physics reported their findings in the journal Physical Review Applied.

Graphene consists of a single layer of carbon atoms. It is transparent, harder than diamond and stronger than steel, yet flexible, and a significantly better...

Im Focus: Detaillierter Blick auf molekularen Gifttransporter

Transportproteine in unseren Körperzellen schützen uns vor gewissen Vergiftungen. Forschende der ETH Zürich und der Universität Basel haben nun die hochaufgelöste dreidimensionale Struktur eines bedeutenden menschlichen Transportproteins aufgeklärt. Langfristig könnte dies helfen, neue Medikamente zu entwickeln.

Fast alle Lebewesen haben im Lauf der Evolution Mechanismen entwickelt, um Giftstoffe, die ins Innere ihrer Zellen gelangt sind, wieder loszuwerden: In der...

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftsforum Chemie 2017

30.05.2017 | Veranstaltungen

Erfolgsfaktor Digitalisierung

30.05.2017 | Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

30.05.2017 | Physik Astronomie

Riesenfresszellen steuern die Entwicklung von Nerven und Blutgefäßen im Gehirn

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Nano-U-Boot mit Selbstzerstörungs-Mechanismus

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie