Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eines der feuchtesten Gebiete der Erde leidet unter Trockenheit

29.04.2003


Nordost-Indien: Abholzung und Umweltverschmutzung verhindern Regen



Eines der feuchtesten Gebiete der Erde, die Khasi-Hills im Nordosten Indiens, ist von Trockenheit und Wasserknappheit betroffen. Die Region, die üblicherweise mehr als 25.000 mm Regen jährlich bekommt, wird von einer extremen Dürre heimgesucht, berichtet BBC-Online. Die Bewohner der Region sind gezwungen, Wasser mit Karren aus anderen Gegenden heranzubringen. Forscher geben der Umweltverschmutzung und der Abholzung Schuld an der ökologischen Katastrophe.



Die Region der Khasi-Hills im Bundesstaat Meghalaya, die 1972 vom indischen Bundesstaat Assam abgetrennt wurde, erhielt ihren Namen nach den immer vorhandenen Regenwolken. Die Stadt Cherrapunji gilt als regenreichster Ort der Erde. In den vergangenen Jahren hatte der Monsun aber immer weniger Niederschläge in die Region gebracht, berichtet die lokale Bevölkerung. Während der Wintermonate fiel der Niederschlag praktisch komplett aus. Lastwagen, die sonst Treibstoff nach Cherrapunji bringen, versorgen die umliegenden Gebiete nun mit Trinkwasser. Für die Bevölkerung bedeutet dies nichts Gutes, denn das Wasser müssen sie für teures Geld kaufen. SC Sahu, Direktor des Central Meteorological Department in Meghalayas Hauptort Shillong, berichtet, dass die Niederschläge im Jahr 2001 um zwei Drittel auf nur 9.200 Millimeter gesunken seien. Im Vergleich dazu regnete es die gleiche Menge im nur einem einzigen Monat im Jahr 1861. Sahu gibt den umfassenden Rodungen die Schuld am Ausbleiben des Niederschlages. Auch Umweltschützer sehen das ähnlich. Seit der Staat Meghalaya als eigener Bundesstaat gegründet wurde, habe die Waldrodung extrem zugenommen.

1960 lebten in Cherrapunji nur 7.000 Menschen. Heute beträgt die Zahl der Einwohner das 15-fache. Vor 20 Jahren wurde eine Zementfabrik in Betrieb genommen, die auf die Umwelt ebenfalls negative Auswirkungen hatte. Die Bewohner der Region fürchten auch, dass die Touristen, die hierher gekommen waren, um Regenwolken und tiefe Wasserfälle zu sehen ausbleiben könnten, wenn sich die Trockenheit weiter ausbreitet. Zur Zeit sind die berühmten Nokalikai-Wasserfälle jedenfalls besser zu sehen als je zuvor, denn die dichten Nebelwolken haben sich gelichtet. Experten fürchten aber, dass die Wasserfälle sogar austrocknen können, wenn die Niederschläge weiter ausbleiben.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://news.bbc.co.uk
http://meghalaya.nic.in

Weitere Berichte zu: Niederschlag Regenwolken Trockenheit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Clevere Folien voller Quantenpunkte

27.03.2017 | Materialwissenschaften

In einem Quantenrennen ist jeder Gewinner und Verlierer zugleich

27.03.2017 | Physik Astronomie

Klimakiller Kuh: Methan-Ausstoß von Vieh könnte bis 2050 um über 70 Prozent steigen

27.03.2017 | Biowissenschaften Chemie