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Wissenschaftlerin löst Rätsel um Verschmutzung von Gewässern

23.04.2003


Forschungsarbeiten an der australischen University of Technology, Sydney, haben Wissenschaftlern eine Antwort auf die Frage gegeben, warum einige Wasserwege überwiegend unverschmutzt bleiben, obwohl diese mit Abwässern sowie industriellen und landwirtschaftlichen Abfallstoffen voll gepumpt werden.



Surattana Settacharnwit, eine aus Thailand stammende Doktorandin der Umweltwissenschaften an der UTS, hat über zwei Jahre die Wasserqualität des Nong Han, ein flacher Süßwasser-See im Nordosten Thailands, überwacht. Obwohl ungereinigte Abwässer, Abflüsse aus der Landwirtschaft und Abfallstoffe aus Hundeschlachthöfen in den Nong Han abfließen, blieb der See relativ rein. Er liefert Trinkwasser von angemessener Qualität, die im See befindlichen Aufzuchtstätten bringen gesunde Fisch für den Verkauf auf lokalen Märkten hervor, und der nicht toxische See ist darüber hinaus ein Ort für Freizeitaktivitäten der ortsansässigen Bevölkerung.

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Professor Rod Buckney zufolge, Betreuer der Forschungsarbeit, müsste der See bei diesem hohen Vorkommen von Nährstoffen im Wasser einer grünen Suppe gleichkommen, denn diese fördern in der Regel das Wachstum von blau-grünen Algen. "Wir waren über die ungewöhnliche Fähigkeit des Sees, trotz der täglich neu hinzukommenden Schadstoffe so relativ rein und klar zu bleiben, sehr erstaunt," erklärt Professor Buckney. "Wir wollten unbedingt die Prozesse aufdecken und verstehen, durch welche das Wasser des Sees so sauber bleibt."

Die Forschungsarbeiten konzentrierten sich auf die Rolle der reichlich vorhandenen Wasserpflanzen, die große Teile der Seeoberfläche bedecken, und auf deren Fähigkeit, die Verbreitung des Nährstoffs Phosphor vom und zum Oberflächensediment des Sees zu kontrollieren. "In Bezug auf die Pflanzenwelt des Sees stellte Surattana fest, dass der Transfer des Phosphors zwischen dem Sediment und dem Wasser im Nong Han sehr schnell abläuft," so Professor Buckney. "Das, was einmal als wochen- oder sogar monatelanger Prozess angesehen wurde, läuft tatsächlich in nur wenigen Stunden ab."

"Mit diesem neuen Wissen können Forscher nun ihr Augenmerk auf die Entwicklung von verbesserten biologischen Wasserreinigungssystemen sowohl in Australien als auch in Übersee richten."

Weitere Informationen in englischer Sprache:
Professor Rod Buckney
Email: Rod.Buckney@uts.edu.au

Sabine Ranke-Heinemann | idw

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