Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optimierung der Transportketten in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft mit OPTRANS

11.03.2003


Die integrierte Bewertung von Transporten in Kreislauf- und Abfallwirtschaftsprozessen steht im Mittelpunkt des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojektes OPTRANS (Optimale Transporte). Ziel des Projektes ist es, unter der Würdigung ökonomischer und ökologischer Kriterien, eine Optimierung des Transportaufwandes am Beispiel der Verwertung von Altkunststoffen zu erreichen.



Jährlich werden in Deutschland etwa 600.000 Tonnen Altkunststoffe aus Sammlungen des Dualen Systems Deutschland, DSD, einer Verwertung zugeführt. Dabei gilt es, Transportaufwendungen und Transportentfernungen entlang der Entsorgungskette Sammlung, Veredelung und Verwertung so zu reduzieren, dass sie eine in allen Belangen hochwertige Kreislaufwirtschaft garantieren. Mit OPTRANS soll eine Abwägung zwischen ökologischen und ökonomischen Aspekten des Transports vorgenommen werden. Zum einen werden die negativen Umwelteffekte der Transportwege beschrieben und daraus Kriterien und Ansätze zur Quantifizierung abgeleitet. Zum anderen sollen Strategien zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit unter dem Stichwort Ökoeffizienz aufgezeigt werden.In einem ersten Schritt wurden aus wissenschaftlichen Untersuchungen Äquivalenzfaktoren abgeleitet, die es ermöglichen, die im Transportverkehr emittierten Stoffe in ihrer Gesundheitswirkung auszudrücken. Des weiteren ließen sich für die Praxis lohnende Potentiale mit Fokus auf Kostenreduzierung und Aufwandsreduktionen nachweisen. Die Untersuchung hat aufgezeigt, dass sich bei gegebenen Strukturen im Bereich Kunststoffrecycling, nennenswerte Kostenreduzierungen in der Logistik kaum erzielen lassen. Bei optimierten Strukturen ließen sich allerdings die Transportkosten etwa um 12 Prozent senken.Das Verlagerungspotenzial von LKW zu Bahn beläuft sich gemäß erster Untersuchungen auf rund 12 bis 14 Prozent der jährlichen Transportmenge bei optimierten Strukturen. Dabei zeigte sich, dass gerade für den kombinierten Verkehr von Schiene und Straße, vorteilhaft über längere Distanzen, größere Anteile der Transporte auf zum LKW alternative Verkehrsträger verlagert werden könnten.OPTRANS startete im März 2001 und wird bis Herbst 2003 abgeschlossen sein. Nach Abschluss des Projektes ist geplant, Pilotsysteme bei planenden, steuernden und ausführenden Unternehmen umzusetzen. Die Projektergebnisse sollen anschließend auf andere Abfallfraktionen übertragen werden. Die Projektpartner im Überblick:



Zentraler Akteur in der Verwertungskette: DKR - Deutsche Gesellschaft für Kunststoffrecycling mbH, Köln

Dezentrale Akteure entlang der Verwertungskette(Transporteure, Sortierer, Veredeler, Verwerter): ALBA Wertstoffmanagement GmbH, Velten
LSR Recycling-Zentrum Dingelstädt GmbH, Dingelstädt

Systementwickler und Systemintegrator für die Bereitstellung und Einführung von Transportplanungssystemen:PTV Planung Transport Verkehr AG, Karlsruhe

Experten zur Optimierung von Transportprozessen sowie zur ökonomischen und ökologischen Bewertung von Lösungsansätzen:
LOCOM Consulting GmbH, Karlsruhe
Ifeu Institut für Energie- und Umweltforschung GmbH, Heidelberg

Multiplikator für die Außendarstellung des Projekts und zur Unterstützung bei der Entwicklung von Transferkonzepten: bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Bonn

Ellen Frings | idw

Weitere Berichte zu: Akteur OPTRANS Optimierung Verwertung Verwertungskette

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Sauerstoffkrisen in der Adria sind nicht nur vom Menschen verursacht
28.03.2017 | Universität Wien

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit