Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Friedberger Solarkocher geht in Produktion

31.08.2000


Prof. Dr. Wolfgang Diem, Eberhard Hohm und

Alexander Bühner (von links)


Eine Projektgruppe der Fachhochschule Gießen-Friedberg hat die preisgünstige Produktion von Solarkochern für den afrikanischen Markt ermöglicht.

Im Auftrag der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz) hatte ein Team der FH Gießen-Friedberg Vorschläge zur Verbesserung eines in Frankreich entwickelten Solarkocher-Modells ausgearbeitet. Die Optimierung erstreckt sich auf material- und fertigungstechnische Aspekte und erfüllt die gtz - Bedingung, einen Preis von 35 DM bei den Materialkosten nicht zu überschreiten. Die bisherigen Projektresultate zeichnen sich durch Qualität und Leistung aus, wie sie bisher nur von teureren Solarkocher-Modellen geboten wurden.

An der Fachhochschule leitet Prof. Dr. Wolfgang Diem vom Friedberger Fachbereich Maschinenbau, Gießereitechnik, Werkstofftechnologie die Arbeiten. Seine Fachgebiete in Lehre und Forschung sind Fertigungsverfahren und Werkstofftechnik. In das Solarkocher-Projekt sind die Mechatronik-Studenten Alexander Bühner, Thorsten Groß und Eberhard Hohm eingebunden. Dabei kooperiert das Team mit der blechverarbeitenden Industrie und deren Zulieferern.

Derzeit werden mehrere verbesserte Prototypen gebaut, von denen drei unmittelbar nach Fertigstellung interessierten Großhändlern in Südafrika vorgeführt werden sollen. Außerdem wird eine kleinere Produktionsserie von Solarkochern in zwei deutschen Unternehmen der Blech-Branche vorbereitet. Diese Kooperationspartner der FH haben sich das anspruchsvolle Ziel gesetzt, schon Ende Oktober südafrikanischen Handelsketten und Supermärkten die neuen Modelle anzubieten. Bei entsprechender Nachfrage sollen größere Produktionsserien folgen.
Prof. Dr. Diem erhielt inzwischen die Einladung, im November auf einem internationalen Solar-Kongress in Kimberly/Südafrika über die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe zu berichten. Die drei Studenten werden ihn - gesponsert u.a. durch die Industrie - zu der Tagung begleiten und dort den Bau eines Solarkochers demonstrieren.

Die gtz fördert die Entwicklung eines serienreifen Solarkochers, um einen Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen zu leisten und der Bevölkerung in Entwicklungsländern eine praktikable Alternative für ihre Küche zu bieten. Etwa 10 Prozent des weltweiten Energiebedarfs resultieren aus der Essenzubereitung. Dabei leben rund 2 Milliarden Menschen in Gebieten, wo die Vorräte an Heiz- und Brennmitteln zu knapp sind, aber eine starke Sonneneinstrahlung herrscht. Hier sind Kocher, die mit Solarenergie betrieben werden, eine umweltverträgliche und alltagstaugliche Lösung.

Gießen, 31. August 2000

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

... mehr zu:
»Solarkocher

Erhard Jakobs |

Weitere Berichte zu: Solarkocher

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Klimawandel: Bei Wetterextremen profitiert einheimisches Grünland weniger von steigendem CO2
26.09.2016 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Mikroplastik: Lösungsansätze aus der Bionik
14.09.2016 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: First-Ever 3D Printed Excavator Project Advances Large-Scale Additive Manufacturing R&D

Heavy construction machinery is the focus of Oak Ridge National Laboratory’s latest advance in additive manufacturing research. With industry partners and university students, ORNL researchers are designing and producing the world’s first 3D printed excavator, a prototype that will leverage large-scale AM technologies and explore the feasibility of printing with metal alloys.

Increasing the size and speed of metal-based 3D printing techniques, using low-cost alloys like steel and aluminum, could create new industrial applications...

Im Focus: Zielsichere Roboter im Mikromaßstab

Dank einer halbseitigen Beschichtung mit Kohlenstoff lassen sich Mikroschwimmer durch Licht antreiben und steuern

Manche Bakterien zieht es zum Licht, andere in die Dunkelheit. Den einen ermöglicht dieses phototaktische Verhalten, die Sonnenenergie möglichst effizient für...

Im Focus: Experimentalphysik - Protonenstrahlung nach explosiver Vorarbeit

LMU-Physiker haben mit Nanopartikeln und Laserlicht Protonenstrahlung produziert. Sie könnte künftig neue Wege in der Strahlungsmedizin eröffnen und bei der Tumorbekämpfung helfen.

Stark gebündeltes Licht entwickelt eine enorme Kraft. Ein Team um Professor Jörg Schreiber vom Lehrstuhl für Experimentalphysik - Medizinische Physik der LMU...

Im Focus: Der perfekte Sonnensturm

Ein geomagnetischer Sturm hat sich als Glücksfall für die Wissenschaft erwiesen. Jahrzehnte rätselte die Forschung, wie hoch energetische Partikel, die auf die Magnetosphäre der Erde treffen, wieder verschwinden. Jetzt hat Yuri Shprits vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ und der Universität Potsdam mit einem internationalen Team eine Erklärung gefunden: Entscheidend für den Verlust an Teilchen ist, wie schnell die Partikel sind. Shprits: „Das hilft uns auch, Prozesse auf der Sonne, auf anderen Planeten und sogar in fernen Galaxien zu verstehen.“ Er fügt hinzu: „Die Studie wird uns überdies helfen, das ‚Weltraumwetter‘ besser vorherzusagen und damit wertvolle Satelliten zu schützen.“

Ein geomagnetischer Sturm am 17. Januar 2013 hat sich als Glücksfall für die Wissenschaft erwiesen. Der Sonnensturm ermöglichte einzigartige Beobachtungen, die...

Im Focus: New welding process joins dissimilar sheets better

Friction stir welding is a still-young and thus often unfamiliar pressure welding process for joining flat components and semi-finished components made of light metals.
Scientists at the University of Stuttgart have now developed two new process variants that will considerably expand the areas of application for friction stir welding.
Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH supports the University of Stuttgart in patenting and marketing its innovations.

Friction stir welding is a still-young and thus often unfamiliar pressure welding process for joining flat components and semi-finished components made of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart Glasses Experience Day

30.09.2016 | Veranstaltungen

Einzug von Industrie 4.0 und Digitalisierung im Südwesten - Innovationstag der SmartFactoryKL

30.09.2016 | Veranstaltungen

"Physics of Cancer" - Forscher diskutieren über biomechanische Eigenschaften von Krebszellen

30.09.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Smart Glasses Experience Day

30.09.2016 | Veranstaltungsnachrichten

Materialkompetenz für den Leichtbau: Fraunhofer IMWS präsentiert neue Lösungen auf der K-Messe

30.09.2016 | Messenachrichten

Vom Rollstuhl auf das Liegerad – Mit Funktioneller Elektrostimulation zum Cybathlon

30.09.2016 | Energie und Elektrotechnik