Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ueber 8 Millionen Euro Bundesmittel fuer Naturschutz im ehemaligen sächsischen Braunkohlerevier

28.02.2003


Bundesumweltminister Juergen Trittin hat seine Bereitschaft erklaert, insgesamt ueber 8 Millionen Euro fuer ein in Deutschland bislang einmaliges Naturschutzgrossprojekt in Sachsen bereitzustellen: Im ehemaligen Braunkohletagebau Spreetal nahe Hoyerswerda soll auf einer Flaeche von rund 27 000 Hektar ein Refugium fuer zahlreiche seltene oder vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten entstehen.


"Der Braunkohleabbau hat grosse Teile der Lausitzer Landschaft ueber Jahrzehnte massiv veraendert und in die Lebensraeume nicht nur des Menschen, sondern auch von Tieren und Pflanzen eingegriffen. Nach dem Ende des Kohleabbaus wollen wir die verbliebenen charakteristischen Landschaften der Natur zurueckgeben und ihr damit weitgehend ungestoerte natuerliche Entwicklungsprozesse ermoeglichen", sagte Bundesumweltminister Juergen Trittin. Vom entstehenden Naturreichtum profitierten letztlich auch die Menschen in der Region.

Ein wesentliches Ziel des Projektes ist es, das grosse Potenzial zur Wiederbesiedlung dieser Landschaft mit wild lebenden Tieren und Pflanzen zu zeigen. Das Vorhaben diene im uebrigen auch dazu, mit dem Vorurteil aufzuraeumen, dass Bergbaufolgelandschaften ohne menschliches Zutun wie Pflanzen und Gestalten fuer lange Zeit Wuesten bleiben wuerden. Das Gegenteil sei der Fall, so der Minister. Bereits heute haben sich im frueheren Tagebaugebiet seltene Arten wie Wiedehopf, Raubwuerger und Heidelerche angesiedelt. Mit dem Wiederanstieg des Grundwassers und der Seenbildung finden Seeadler, Schilfrohrsaenger und andere bedrohte Arten neuen Lebensraum. Zur Erarbeitung eines Konzepts fuer Pflege- und Entwicklungsmassnahmen bis Ende dieses Jahres wurden bereits 320 000 Euro zur Verfuegung gestellt. An diesem Vorhaben mit einer Laufzeit von 10 Jahren sind auch der Projekttraeger, die Lausitzer Seenland gGmbh, sowie der Freistaat Sachsen finanziell beteiligt.


In das Bundesfoerderprogramm zum Erhalt des Naturerbes wurden bislang 59 Projekte in ganz Deutschland aufgenommen. 28 Projekte wurden bisher erfolgreich abgeschlossen, 31 Vorhaben laufen derzeit. In diesem Jahr stellt das Bundesumweltministerium fuer das Programm insgesamt 18 Millionen Euro zur Verfuegung. Das Naturschutzgrossprojekt bei Hoyerswerda ist nach dem "Presseler Heidewald- und Moorgebiet, dem "Teichgebiet Niederspree-Hammerstadt" und den "Bergwiesen im Osterzgebirge" das vierte Vorhaben dieser Art im Freistaat Sachsen.

Michael Schroeren | BMU
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de

Weitere Berichte zu: Lausitzer Naturschutzgrossprojekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Gebietsfremde Arten weltweit auf dem Vormarsch
15.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

nachricht Müllmenge in der arktischen Tiefsee steigt stark an
08.02.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung