Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsreport: Es ist einfach, umweltfreundliche Energien herzustellen

24.01.2003


Der beste Weg, um den Autoverkehr in Großbritannien grün zu machen, liegt nach Ansicht von Forschern darin, Treibstoffe aus Biomasse herzustellen. Mit nur 25 Prozent der gesamten Anbauflächen Großbritanniens könnte die gesamte Autoflotte der Insel fahren, berichtet BBC-Online http://news.bbc.co.uk heute, Freitag.



Forscher von drei verschiedenen Umweltorganisation, dem Energy Saving Trust, dem Institute For European Environment Policy und der National Society for Clean Air (NSCA), haben zum Thema einen "Fuelling Report" erstellt. Schnellwachsende Bäume könnten nämlich bessere Umweltwerte liefern als etwa Wasserstoff, der nur mit kostspieligen Mitteln und hohem Stromverbrauch erzeugt werden kann. Wasserstoff wäre als Antriebsenergie zwar umweltgerecht, die Produktion wäre aber alles andere als umweltfreundlich. Der Netto-Energieverlust bei der Erzeugung von Wasserstoff sei nach Ansicht der Forscher nicht optimal. Auf längere Sicht gäbe es allerdings gute Ausgangschancen für Wasserstoff, vor allem dann, wenn die Energie aus erneuerbaren Quellen stamme, meint etwa Richard Mills, einer der Autoren. "Mittelfristig wird aber Wasserstoff aus Gas gewonnen, dabei wäre es sinnvoller, gleich das Gas im Automotor zu verbrennen", meint der Forscher.



Jedenfalls ist laut Report das Potenzial für Biomasse zum Antrieb von Autos gewaltig. "Biomasse erlaubt billigere und schnellere Möglichkeiten als Strom aus erneuerbaren Energien - zumindest was die Reduzierung von CO2 im Verkehr anlangt", so der Report. "Wenn 25 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen in Großbritannien mit indigenen Holzkulturpflanzen besetzt werden, könnten diese zur Herstellung von Methanol, Ethanol oder auch Wasserstoff dienen. Damit kann fast der gesamte Bedarf an Treibstoffen der Insel gedeckt werden", meinen die Forscher.

Die Autoren betonen in ihrem Report, dass sie es nicht anstreben, ein Viertel der Anbauflächen für schnellwachsende Holzgewächse zu verwenden. Die Untersuchung zeige nur eindrucksvoll, wie einfach es sei, umweltfreundliche Energie herzustellen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.est.org.uk
http://www.ieep.org.uk

Weitere Berichte zu: Anbauflächen Biomasse Treibstoff Wasserstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich
24.05.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Eisenmangel hemmt marine Mikroorganismen
19.05.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten