Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tiere suchen kältere Regionen

03.01.2003


US-Forscher entdecken: Muster der klimatischen Flucht



Zwei verschiedene Gruppen von amerikanischen Biologen berichten in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature, dass Wildtiere mit Migrationen auf die globale Erwärmung reagieren. Nach den Aufzeichnungen der beiden Forscherteams sei das ein Hinweis auf eine Klimaänderung.



Viele Spezies verändern ihre Lebensgebiete, um kühlere oder höher gelegene Lebensbereiche zu finden. Nach Aufzeichnungen der Forscherin Camille Parmesan von der Universität in Texas in Austin haben sich die Tiere mit 6,1 Kilometer pro Dekade Richtung Norden bewegt. Insgesamt hat das Forscherteam rund um Parmesan mehr als 1.700 Tierarten untersucht. Der Frühling zieht global gesehen um 2,3 Tage pro Dekade früher ein. Das habe Auswirkungen auf Zugvögel und auf die vorverlegte Brutzeit verschiedener Tierarten.

Das zweite Forscherteam um Terry Root von der kalifornischen Stanford Universität hat bei Untersuchungen festgestellt, dass die Migration von Tieren, die in höheren Lagen oder weiter im Norden leben, besonders signifikant ist. Dort ist die Änderung der Temperaturen besonders groß. Roots Analyse folgt 143 Einzelstudien von über 1.400 Spezies, die verschiedene Informationen über Tierarten und globale Erwärmung umfasst. Nach den Ergebnissen der Untersuchungen gebe es bereits deutliche Zeichen von Veränderungen. Diese treten von Mollusken bis hin zu Säugetieren und von Gräsern bis hin zu Bäumen auf. "Das ist ein Beweis, dass eine globale Erwärmung bereits jetzt einen großen Einfluss auf die Umwelt hat", so der Forscher.

Die Synergien der rapiden Temperatursteigerungen und andere Stresseffekte wie etwa die Zerstörung des natürlichen Habitats verändern die gesamten ökologischen Abläufe zwischen den einzelnen Lebewesen. Dazu zählt zum Beispiel die Migration. Die Veränderungen können auch zum Aussterben einiger Spezies führen, warnt der Forscher.

Andere Forscher sind der Ansicht, dass die Klimaänderung eine natürliche Erscheinung ist, die nicht eindeutig erklärbar sei. Die beiden Groß-Studien sprechen jedenfalls eine andere Sprache.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.stanford.edu
http://www.utexas.edu

Weitere Berichte zu: Erwärmung Klimaänderung Migration Spezie Tierart

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Die Zerschneidung der Tropenwälder steigert den Ausstoß von Treibhausgasen um weiteres Drittel
30.03.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

nachricht Energieträger: Biogene Reststoffe effizienter nutzen
29.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE