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Strom aus Windenergie an bis zu 8.000 Stunden pro Jahr

19.11.2002


Gegner der Stromerzeugung aus Windkraft versuchen in der öffentlichen Diskussion immer wieder den Eindruck zu erwecken, daß die Stromerzeugung aus Windenergie sehr diskontinuierlich erfolgt. In diesem Zusammenhang wird immer wieder behauptet, Windenergieanlagen würden nur an rund 2.000 Stunden pro Jahr Strom produzieren. Befragungen von Mitgliedsfirmen des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke e.V. (WVW), Unternehmen also die seit Jahren Windparks betreiben, haben jedoch ergeben, dass Windkraftanlagen an bis zu 8.000 Stunden im Jahr Wind produzieren. Dieses bedeutet, dass Strom aus Windkraft an 85 und mehr Prozent aller im Jahr verfügbaren Stunden zur Verfügung steht.


An Windparkstandorten in der Nähe der deutschen Nordseeküste liegt die Zahl der Betriebsstunden von Windenergieanlagen in durchschnittlichen Jahren bei etwa 7.500 Stunden, das entspricht 85% der 8.760 Stunden, die ein Jahr mit 365 Tagen hat. Einige Standorte erreichen bis zu 8.000 Betriebsstunden an denen Strom produziert wird. An Binnenlandstandorten liegt die Betriebsstundenzahl der Windenergieanlagen etwas niedriger als an den windreicheren Küstenstandorten. Dennoch werden aber auch hier Werte erreicht, die ein Vielfaches betragen als die immer wieder behauptete Zahl von 2.000 Stunden.

Bei der Zahl von 2.000 Stunden handelt es sich um so genannte "Volllaststunden", die eine wesentliche Kalkulationsgrundlage für die Angebote von Windparkfonds sind, weil sich daraus die zu erwartenden Erlöse aus der Produktion von Strom aus Windenergie errechnen lassen. Diese Volllaststunden sind jedoch ein rein rechnerischer Wert und haben nichts mit der tatsächlichen Zahl der Betriebsstunden zu tun, in denen Windenergieanlagen Strom produzieren. Die Volllaststunden werden errechnet, in dem man die Jahresproduktion in kWh dividiert durch die Nennleistung einer Windkraftanlage in KW.


Festzuhalten bleibt, dass Windenergieanlagen an 85 und mehr Prozent der Jahresstunden Strom erzeugen. Wie viel der in den Anlagen installierten Leistung tatsächlich genutzt werden kann, hängt von der jeweiligen Windstärke ab. Mit dem zunehmenden Ausbau der Windenergie zur Stromerzeugung in Deutschland kann jedoch auf Grund dieser Zahlen auch gesagt werden, daß diese Versorgung in einem sehr kontinuierlichen Maß gewährleistet ist. Dieses wird sich mit dem geplanten Bau von Offshore-Windparks auf hoher See noch verbessern.

Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V.
Peter-Henlein-Str. 2-4,
27476 Cuxhaven
Rainer Heinsohn
Tel: 04721-71804
Fax: 04721-718-400
E-Mail: info@wvwindkraft.de

Rainer Heinsohn | WVW
Weitere Informationen:
http://www.wvwindkraft.de

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