Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sensor bringt Meeresgifte zum Leuchten

13.11.2002


Fluoreszierende Moleküle weisen auf Saxitoxin-kontaminiertes Wasser hin
Chemiker der University of Miami entwickeln einen Sensor, mit dem Fischzüchter und Umweltschützer die von blühenden Algen produzierten Gifte erkennen können. Die laut eigenen Angaben billige und einfache Methode registriert mit dem Toxin kontaminierte Gewässer. Dafür nutzen die Forscher eine Molekülklasse, die das zu ermittelnde Gift Saxitoxin erkennt, ungiftige Substanzen in Küstengewässern aber ignoriert. Im nächsten Schritt sollen diese Moleküle in ein tragbares Überwachungsgerät eingebaut werden.

... mehr zu:
»Gift »Molekül »Saxitoxin »Sensor


Roger Leblanc und Kollegen entdeckten, dass sich bestimmte Moleküle, so genannte Kronenether, zur Detektion sehr gut eignen. Kronenether besitzen fluoreszierende chemische Gruppen, die in Kontakt mit Saxitoxin unter UV-Licht hell leuchten. Die Moleküle fangen positiv geladene Ionen ein. Saxitoxin besitzt zwei positiv geladene Bereiche, die für Kronenether eine Andockstelle darstellen. Darüber hinaus ist die Veränderung der Fluoreszenz selbst bei Saxitoxin-Konzentrationen auf halber Stufe des gesetzlichen Grenzwertes erkennbar, schreiben die Forscher im Fachblatt Nature.

Saxitoxin ist tausendmal toxischer als das Nervengas Sarin und kann zu Benommenheit, Schwindel und Übelkeit führen. Das Gift wird vom Pufferfisch produziert, ist hitzestabil und kann durch Kochen nicht inaktiviert werden. In diesem Jahr vergifteten sich in Florida bereits 13 Personen beim Genuss lokal gekaufter Pufferfische. Im Zuge der Vergiftung kommt es zu neurologischen Störungen mit Kribbeln im Mundbereich, Gleichgewichtsstörungen und auch zu Magen-Darmstörungen mit Durchfällen. Auch eine Handvoll Algen wie diese zum Teil in den so genannten "Red Tides" (Bild) an der US-Ostküste und entlang der Küsten Asiens, Austaliens und Südafrikas blühen, produzieren Saxitoxin. Die "Red Tides" sind Algenblüten die mit einer rötlichen Wasserverfärbung einhergehen . Das produzierte Saxitoxin kann Schalentiere kontaminieren und folglich Menschen vergiften.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.miami.edu
http://www.nature.com

Weitere Berichte zu: Gift Molekül Saxitoxin Sensor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Intelligentes Wassermanagement für Indiens Städte
24.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

nachricht Antarktisches Meereis: mehr Schutz als Vorratskammer für Krilllarven
22.11.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie