Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EuroBionet: Klagenfurt im Luftgütetest

01.11.2002


Umwelterziehung für Schüler ist wesentlicher Bestandteil



Als einzige Stadt Österreichs ist der Siedlungsraum Klagenfurt im Projekt EuroBionet der Universität Hohenheim/Stuttgart ausgewählt worden. Das europaweit durchgeführte EuroBionet wird am 5. November nach zweijähriger Laufzeit beendet. Neben der Luftgüte-Messung durch Bioindikator-Pflanzen wurden rund 50 Vorträge an Schulen durchgeführt.



"Das Interesse bei den Schülern war sehr groß. Die Vorträge erstreckten sich auch auf Schulen außerhalb Klagenfurts", so Hans-Jürgen Gutsche, vom der Umweltschutz-Abteilung des Magistrat Klagenfurt zu pte. "Die direkte Konfrontation der Schüler mit den negativen Folgen der Luftbelastung führte vielfach zu einer persönlichen Betroffenheit der Jugendlichen", erklärt Gutsche. Gerade dies sei ein Ziel des Forschungsprojektes an sich, meint Andreas Klumpp, vom Institut für Landschafts- und Pflanzenökologie an der Universität Hohenheim, der das europäische Projekt initiiert hat. "Die Betroffenheit bildet eine Grundlage für die Auseinandersetzung der Thematik", argumentiert Klumpp. "Gerade bei den Ozonmessungen waren die Mißbildungen der Pflanzen extrem ausgeprägt", so Gutsche. Die festgestellten Schädigungen der Pflanzen seien größer als die technischen Messwerte.

Klagenfurt führt bereits seit 15 Jahren Lufthygienestudien durch. Gemessen wird an 25 Stellen auf Stickoxide, Schwefel, Staub und seit einigen Jahren auch Ozon. Insgesamt wurden acht Biondikatoren-Stationen ausgewählt. "Um lokale Belastungsunterschiede zu erfassen, erfolgte die Auswahl der Standorte unter verschiedenen Beurteilungskriterien wie etwa Nähe zu Verkehrsknotenpunkte oder auch Standorte mit geringer Belastung", erklärt Gutsche das Projekt. Die Anzucht und Aufzucht der Indikator-Pflanzen erfolgen durch die Park- und Grünanlagen im eigenen Gewächshaus. Die Betreuung und Pflege sowie Bonitur und Probenahme erfolgten gemeinsam mit der Abteilung Umweltschutz. Für die Öffentlichkeit waren die Auswertungen und Verlauf des Projektes jederzeit zu verfolgen: Im "Grünen Würfel", der am Heiligengeist-Platz, mitten im Zentrum von Klagenfurt aufgestellt wurde, war der Informationspavillon untergebracht. Auch diese Konzeption wurde gemeinsam mit der Universität Hohenheim geplant.

"Beim EuroBionet wurde erstmalig auch vorgezeigt, dass Umweltprojekte keine öffentlichen Gelder beanspruchen", erklärt Gutsche. Der Stadt Klagenfurt sind außer geringfügige Personalkosten keine weiteren Kosten erwachsen. Das Projekt wurde durch Sponsoring finanziert.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.eurobionet.com
http://www.pte.at/pte.mc?pte=021018019

Weitere Berichte zu: Betroffenheit Hohenheim Klagenfurt Luftgütetest

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Den Trends der Umweltbranche auf der Spur
17.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht Etablierung eines Zuchtprogramms zum Schutz der letzten Saolas
17.10.2017 | Forschungsverbund Berlin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik