Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU-Kommission unterstützt europäische Forschung im Bereich der Entsorgung radioaktiver Abfälle

29.10.2002


Die europäische Kommission gab heute den Startschuss für ein Projekt zur Schaffung eines Netzes federführender Einrichtungen für die Entsorgung radioaktiver Abfälle aus ganz Europa.

... mehr zu:
»Abfall »Brennstoff »Entsorgung

Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Forschungszusammenarbeit im Bereich der Entsorgung radioaktiver Abfälle. Es handelt sich um ein wichtiges Projekt, an dem sieben EU-Mitgliedstaaten (Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Spanien, Schweden und Großbritannien) und die Schweiz in dem Netz Net.Excel zusammenarbeiten werden. Die Teilnehmer werden ihre Forschung verbessern können und in der Lage sein, wirksamere und aufeinander abgestimmte Entscheidungen über die Behandlung radioaktiver Abfälle zu treffen. Gemeinsame Forschungen in unterirdischen Laboratorien in Europa sind ein wichtiger Aspekt des Projekts. Das Netz soll dazu beitragen, die in der EU vorhandenen Kenntnisse in Sachen Entsorgung abgebrannter Brennstoffe oder hochradioaktiver Abfälle auszubauen.

"Das ist ein wesentlicher Schritt hin zu einem besseren System für die Entsorgung radioaktiver Brennstoffe," erklärte der europäische Kommissar für Forschung, Philippe Busquin. "Es wurden bereits gute Fortschritte erzielt, doch ist eine engere Zusammenarbeit erforderlich. Dies ist ein Beispiel dafür, wie mit EU-Forschungsprogrammen wichtige Ressourcen zusammengelegt und kritische Massen auf europäischer Ebene gebildet werden können. In diesem Netz erhalten einzelstaatliche Spitzenkompetenzen einen Zusatzwert für alle Beteiligte. Die Kommission fungiert als Katalysator, indem sie zur Koordinierung der Tätigkeiten der Mitgliedstaaten beiträgt. Der Aufbau eines Netzes der herausragenden Kompetenzen ist im Sinne der Grundsätze und vorrangigen Ziele der EU-Forschungsprogramme sowie allgemeiner im Sinne des Europäischen Forschungsraums, bei dem es sich um einen Binnenmarkt für Wissenschaft und Wissen handelt."


Abgebrannter Kernbrennstoff und hochradioaktiver Abfall sollen tief unter der Erde gelagert werden. Die richtige Methode hängt von den geologischen Gegebenheiten in den verschiedenen Staaten, dem Vorhandensein von Lehm, kristallinem Gestein oder Salzen ab. Trotz der möglichen Unterschiede sind viele Tätigkeiten für alle Mitgliedstaaten von Bedeutung. Eine engere Zusammenarbeit in diesem Bereich wird die Forschung auf dem Gebiet der Entsorgung radioaktiver Abfälle weiterbringen und ein wirksameres Gesamtkonzept sicherstellen. Das Net.Excel-Netz wird zu gegebener Zeit auch auf andere Partner ausgeweitet.

Bisher gibt es keine Einrichtung für die geologische Endlagerung abgebrannter Brennstoffe oder hochradioaktiver Abfälle. Im 2001 erschienenen Grünbuch der Kommission “Hin zu einer europäischen Strategie für Energieversorgungssicherheit” wird die Notwendigkeit hervorgehoben, sich mit der Entsorgung radioaktiver Abfälle auseinander zu setzen. Diese wichtige Frage ist ein vorrangiger Forschungsbereich des 6. Euratom-Forschungsprogramms (2003-2006).

Fabio Fabbi | Europäische Kommission
Weitere Informationen:
http://europa.eu.int/comm/research/energy/fi/fi_en.html

Weitere Berichte zu: Abfall Brennstoff Entsorgung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Tausende Holztäfelchen simulieren Plastikmüll
23.02.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Mehr wärmeliebende Tiere und Pflanzen durch Klimawandel
20.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie