Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kohlendioxid als Kältemittel bietet Vorteil

17.10.2002


Umweltbundesamt erwartet, dass CO2 als Kältemittel zukünftig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten wird



Das klimaschädliche Kohlendioxid (CO2) als Klimaschützer? Das klingt zunächst paradox, aber: Als Kältemittel für Komponenten und Aggregate wird ausschließlich "technisches CO2" genutzt, das aus natürlichen Quellen oder aus Prozessabgasen gewonnen wird.

... mehr zu:
»CO2 »FKW »Kohlendioxid »Kältemittel


Dieses CO2 würde ohnehin - ohne weiteren Gebrauch - in die Atmosphäre gelangen. Eventuelle Kältemittel-Emissionen belasten demzufolge das Klima nicht zusätzlich. Auf der diesjährigen Internationalen Fachmesse Kälte, Klima, Lüftung (IKK) in Nürnberg spielt der Einsatz von CO2 als Kältemittel erneut eine wichtige Rolle. Mit neuen Geräten und Anlagen wird der Einsatz von CO2 als Kältemittel immer einfacher. Das Umweltbundesamt (UBA) begrüßt diese Entwicklung und ruft alle Anlagenbetreiber auf, bei der Planung neuer Anlagen CO2 als Kältemittel zu berücksichtigen.

Kohlendioxid ist ein gebräuchliches Kältemittel, das durch die Einführung synthetischer Kältemittel stark an Bedeutung verlor. Erst seit den 90er-Jahren ist Kohlendioxid wieder interessant. Es schädigt nicht die Ozonschicht, wie etwa die heute nahezu weltweit verbotenen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), weiterhin besitzt es nicht das hohe Treibhauspotenzial der fluorierten Kältemittel (H)FKW. Während auch andere "natürliche" Kältemittel - wie Ammoniak und Kohlenwasserstoffe - diese Umweltvorteile für sich beanspruchen können, ist CO2 darüber hinaus weder giftig noch brennbar.

Intensive Forschung und Entwicklung haben dazu geführt, dass CO2 heute in vielen Bereichen einsetzbar ist - als Kältemittel oder als Kälteträger. Das Feld der Forschung haben CO2-Anwendungen dabei vielfach verlassen, Komponenten sind auf dem Markt erhältlich. Erste Kaskadenkälteanlagen, in denen CO2 in Kombination mit anderen (natürlichen) Kältemitteln eingesetzt wird, wurden für Supermärkte konzipiert. Damit dringt CO2 in einen Anwendungsbereich, in dem die klimaschädigenden (H)FKW noch führend sind.

Auch an der Entwicklung und Einführung von CO2-Klimaanlagen für Pkw wird seit Jahren intensiv gearbeitet. Das UBA geht davon aus, dass CO2 zukünftig in dieser Anwendung - sowie in vielen anderen Bereichen - einen wichtigen Beitrag für den Ersatz klimaschädigender Kältemittel leisten kann und wird.

Ulrike Bauer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uba.de
http://www.blauer-engel.de

Weitere Berichte zu: CO2 FKW Kohlendioxid Kältemittel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Tausende Holztäfelchen simulieren Plastikmüll
23.02.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Mehr wärmeliebende Tiere und Pflanzen durch Klimawandel
20.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie