Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland - Kinderstube für den Luchs !

11.09.2002


Zum ersten Mal seit fast 200 Jahren haben in Deutschland wildlebende Luchse Nachwuchs bekommen. Für die Deutsche Wildtier Stiftung ist die Geburt von jungen Luchsen im Harz ein klares Zeichen dafür, dass es gelingen kann auch in Deutschland "wilden" Tieren wieder einen Lebensraum zu geben.

Wichtigste Voraussetzung dafür sei es, Störungen durch den Menschen zu reduzieren. Bereits im Jahr 2000 hat die Stiftung Frau Dr. Stephanie Schadt für ihre Diplomarbeit "Ein Habitat- und Ausbreitungsmodell für den Luchs" mit einem Forschungspreis ausgezeichnet. In dieser Untersuchung gelang es Frau Schadt, die Zukunftschancen für den Luchs in Deutschland zu beurteilen, und damit wichtigen Beitrag für die Wiederansiedlung des Luchses in Europa zu leisten.

"Die Geburt der jungen Luchse in freier Wildbahn ist ein Erfolg für die Idee von Nationalparken", betonte Hilmar Freiherr v. Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. Die Nationalparke in Deutschland seien durch weitere Gebiete zu ergänzen. "Gerade die ehemaligen Truppenübungsplätze im Osten Deutschlands bieten hier eine einmalige Chance", so die Deutsche Wildtier Stiftung. "Wir brauchen in Deutschland mehr Räume, in denen wir Wildtiere und Natur sich selbst überlassen", forderte Münchhausen.

Doch auch außerhalb von Schutz- und neuen Wildnisgebieten könne durch ein aufeinander abgestimmtes Agrar-, Forst-, Jagd- und Tourismusmanagement viel für die heimische Tierwelt getan werden. "Unser Ziel ist es nicht, den Menschen aus der Natur auszusperren, sondern vielmehr Begegnungen zwischen Mensch und Tierwelt zu organisieren", unterstrich Münchhausen. Nur so könne langfristig in der Öffentlichkeit Bewusstsein und die notwendige Sensibilität für die Fragen des Natur- und Artenschutze geschaffen werden.

Auf ihrer Forschungsstation Gut Klepelshagen (Mecklenburg-Vorpommern) gelang es der Deutschen Wildtier Stiftung aus dem nachtaktiven "Waldtier" Rothirsch wieder ein tagaktives Tier der Offenlandschaft zu machen. "Hier geben wir dem Rotwild wieder den Lebensraum zurück, den es zum Überleben braucht. Gleichzeitig ermöglichen wir es Menschen, das größte noch freilebende Säugetier Deutschlands in freier Wildbahn zu beobachten - zumindest mit etwas Glück", so Münchhausen.

Sven Holst | idw
Weitere Informationen:
http://idw-online.de/public/www.DeutscheWildtierStiftung.de

Weitere Berichte zu: Kinderstube Lebensraum Luchs Tierwelt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Die Zerschneidung der Tropenwälder steigert den Ausstoß von Treibhausgasen um weiteres Drittel
30.03.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

nachricht Energieträger: Biogene Reststoffe effizienter nutzen
29.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE