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Keine Anzeichen für erhöhte Dioxinbelastung der Elbe aus dem tschechischen Chemiewerk Spolana

27.08.2002


Messergebnisse der Hubschrauberbefliegung liegen vor:

Die Ergebnisse der am 16. August durchgeführten Sonderprobenahme aus dem Hochwasser der oberen Elbe liegen nun vor. Zwischen dem tschechischen Chemiewerk Spolana und der Muldemündung wurden Dioxinkonzentrationen zwischen 4,7 und 18,2 Nanogramm pro Kilogramm gemessen. Dies liegt im Bereich von Messungen in früheren Jahren, etwa einer Messreihe aus dem Jahr 1998. Die Ergebnisse ergänzender Untersuchungen Sachsens lagen sogar unterhalb der Nachweisgrenzen.

Für Dioxin wie für Schwermetalle gilt, dass durch die extrem große Menge abfließenden Wassers zwar Schadstoffe verdünnt werden, gleichzeitig aber durch Aufwirbelung von Sedimenten erhebliche Mengen von belasteten Schwebstoffen flussabwärts transportiert wurden. Damit werden auch im Gewässer abgelagerte Belastungen aus früheren Einleitungen erfasst. Es sind keine Anzeichen zu erkennen, dass in verstärktem Masse zusätzliche Belastungen in die Elbe freigesetzt worden sind, darin stimmen alle Messungen überein. "Hier zeigt sich das ,Langzeitgedächtnis` der Sedimente. Die Verschmutzungen der Vergangenheit werden erneut sichtbar", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin.

Der Bundesumweltminister ist zuversichtlich, dass sich die Wasserqualität der Elbe bald von den Hochwasserfolgen erholen und dank der ernormen Anstrengungen der Bundesländer im Elbeeinzugsgebiet aber auch in Tschechien keine dauerhaften Rückschläge erleiden wird. "Die Folgen des Schadstofftransports aus den Sedimenten für die Nordsee müssen wir jetzt allerdings genauestens verfolgen und analysieren", mahnte Trittin. Hierzu wird das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie am morgigen Mittwoch ein Sondermessprogramm für die Deutsche Bucht und die Nordsee starten. "Wichtig ist jetzt, dass wir die Chance der Erneuerung an der Elbe nutzen und, wie etwa auch von der europäischen Wasserrahmenrichtlinie gefordert, nicht nur das Gewässer selbst betrachten sondern einen umfassenderen ökologischen Ansatz verfolgen", sagte Trittin.

Michael Schroeren | BMU Pressedienst

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