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Chat mit Umweltexperten

12.07.2002


"ExCha" steht für Experten-Chat und ist der Name eines neuen Online-Angebots des Zentrums für Umweltforschung (ZUFO) der Universität Münster, über Umweltprobleme auch im Internet zu diskutieren. Hierzu wurde eine Homepage (www.excha.de) erstellt, auf der sich Informationen, ein Diskussionsforum und ein Chat-Raum befinden. Außerdem möchte "ExCha" den Dialog zwischen Fachwissenschaftlern und einer interessierten Öffentlichkeit anregen. Dafür ist am kommenden Dienstag, 16. Juli, um 18 Uhr der erste Chat mit Prof. Dr. Manfred Lange zum Thema "Klimawandel" geplant.



Das Forschungsziel von "ExCha" im Rahmen des Projektverbundes "Öffentliche Diskurse über neue Technologien" des Landes NRW (www.oefta.net) ist die Untersuchung der Möglichkeiten, die das Internet für den Informationsaustausch über Umweltthemen zwischen Fachwissenschaftlern und interessierten Laien bietet. Im Vordergrund steht für Projekt-Mitarbeiter Raimund Köhn hierbei der Chat als "unmittelbare nicht-verbale Kommunikation zwischen Abwesenden". Daneben bietet die Homepage von "ExCha" ein Diskussionsforum und Informationen zu ausgewählten Themenfeldern, wie Klimawandel, Freizeit, Verkehr, Wirtschaftswachstum, Umweltpolitik, und internationale Entwicklung.



Zu allen Themen ist ein Chat mit einem Fachwissenschaftler vorgesehen. Prof. Dr. Manfred Lange, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Umweltforschung und Direktor des Instituts für Geophysik der Universität Münster, hat sich für den ersten Chat zur Verfügung gestellt. Informationen zum Thema sind bereits auf der Homepage des Projekts zu finden. Materialien zu den weiteren Themen werden regelmäßig hinzu gefügt.

"ExCha" ist eine Informations-Drehscheibe für umweltrelevante Fragestellungen. Die Homepage stellt das Portal dar, um den in den letzten Jahren in den Hintergrund gerückten Diskurs über den ökologischen Wandel der Industriegesellschaften ein wenig anzuregen. Das Projekt versteht sich dabei als reines Angebot. Im Rahmen der Forschungsfragen soll unter anderem geklärt werden, ob ein diesbezüglicher Bedarf bei den Nutzern des Internets
vorliegt und auf welche Weise er befriedigt werden kann. Über die wissenschaftliche Auswertung der Chats soll außerdem untersucht werden, ob sich das Medium "Internet" für den Wissenstransfer eignet. Damit würden sich neue Perspektiven für die Weiterbildung und Qualifizierung bieten, die von jedermann online genutzt werden könnten.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass herkömmliche Formen der Wissensvermittlung zum Beispiel in Vorträgen und Podiumsdiskussionen in der Regel nur ein kleines Fachpublikum erreichen. Die Interessenten haben nur begrenzte Möglichkeiten, sich aktiv am Diskussionsprozess zu beteiligen. Zumeist nehmen die Vorträge selbst den größten Raum ein. Anschließend bleibt höchstens Zeit, auf ein paar Fragen aus dem Publikum einzugehen. Nicht zuletzt stellt sich für viele Menschen dabei aber auch das Kompetenzproblem: Bei Diskussionen in einem öffentlichen Raum möchte sich niemand aufgrund von Unkenntnis oder verbalen Problemen bloß stellen. In einem Chat sind die Hürden weitaus niedriger, da eine gewisse Anonymität gewahrt bleibt. Außerdem werden wesentliche Informationen zu den Themen bereits vorab präsentiert. Nicht zu vergessen, ist die Möglichkeit, verschiedene Fragen im Diskussionsforum schriftlich zu klären.


Norbert Frie | idw
Weitere Informationen:
http://www.excha.de

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