Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erstes Umweltzeichen mit gemeinsamen Vergabekriterien für Deutschland und China

19.06.2008
Zeichennutzung für wiederaufbereitete Tonerkassetten wird deutlich einfacher

Die Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Umweltzeichen "Der Blaue Engel" und dem chinesischen Umweltzeichen ist ein gutes Stück vorangekommen: Für wiederaufbereitete Tonerkassetten, die in Druckern und Kopiergeräten zum Einsatz kommen, legten die zuständigen Institutionen beider Länder - für Deutschland das Umweltbundesamt (UBA) sowie das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL), für China das Environmental Certification Center des chinesischen Umweltministeriums - erstmals gemeinsame Vergabekriterien fest.

"Dieses Abkommen ist Teil einer umfassenden Zusammenarbeit im Umweltschutz zwischen Deutschland und China. Es trägt dazu bei, den Marktzugang für Waren mit günstigen Umwelteigenschaften zu vereinfachen. Das ermöglicht den Verbraucherinnen und Verbrauchern, verstärkt solche Waren zu kaufen. Das nutzt ihnen und der Umwelt", sagt UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge.

Kriterien in den Vergabegrundlagen, die nun in beiden Umweltzeichen identisch sind, betreffen die Anforderungen an die verwendeten Toner, an die Wiederverwendung und an die Kennzeichnung der Module sowie an die Nutzerinformationen.

... mehr zu:
»Umweltzeichen

Gemeinsame Vergabekriterien vereinfachen den Herstellern umweltfreundlicher Waren eine Zeichennutzung deutlich. Interessenten, die bereits ihre Produkte mit einem Umweltzeichen - dem deutschen oder dem chinesischen - als besonders umweltfreundlich kennzeichnen, müssen bei Antragstellung für das Partnerzeichen im Zertifizierungsverfahren nur noch jene Anforderungen nachweisen, die in beiden Systemen noch nicht identisch sind.

Das sind etwa solche, die nationale technische Standards betreffen. Für alle anderen reicht die Vorlage des Partner-Umweltzeichens aus. Das heißt, deutsche Hersteller können das chinesische Umweltzeichen für ihre Waren nun wesentlich schneller erhalten als zuvor. Für chinesische Hersteller, die ihre Waren mit dem Blauen Engel kennzeichnen wollen, gilt dasselbe.

Das Ziel Deutschlands und Chinas ist es, die Liste der Umweltzeichen mit gemeinsamen Vergabekriterien weiter auszubauen und somit den Herstellern auch anderer umweltfreundlicher Produkte die gemeinsame Zeichennutzung deutlich zu vereinfachen.

Das deutsche Umweltzeichen "Der Blaue Engel" und das chinesische Umweltzeichen kennzeichnen Waren und Dienstleistungen, die - im Vergleich zu herkömmlichen Produkten -bessere Eigenschaften im Sinne des Gesundheits- und Umweltschutzes aufweisen - etwa geringerer Ressourceneinsatz, niedriger Energieverbrauch oder weniger Schadstoffbelastung. Den Blauen Engel tragen heute rund 10.000 Waren und Dienstleistungen aus 80 Waren- und Dienstleistungsgruppen, das chinesische Umweltzeichen tragen etwa 18.000 Produkte aus 65 Waren- und Dienstleistungsgruppen.

Martin Ittershagen | idw
Weitere Informationen:
http://www.blauer-engel.de
http://www.sepacec.com/cecen
http://www.umweltbundesamt.de

Weitere Berichte zu: Umweltzeichen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie