Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Drei Jahre Projekt "Willkommen Wolf!" - Zehn Jahre Wölfe in Deutschland

10.06.2008
Drei Jahre nach Start seines Projektes "Willkommen Wolf!" hat der NABU eine erste Bilanz zum Schutz des europaweit streng geschützten Tieres in Deutschland gezogen.

Die Rückkehr des Wolfes - 150 Jahre nach seiner Ausrottung - sei ein erster Erfolg für den Artenschutz, allerdings mangele es nach wie vor an stimmigen länderübergreifenden Konzepten für den sachgerechten Umgang mit tierischen Rückkehrern. "Bei den Schutzbemühungen für den Wolf in Deutschland gibt es noch große Lücken, vor allem wenn es darum geht, das Nebeneinander von Mensch und Wolf zu regeln und Konflikten vorbeugen", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

"Mit nur drei Familien, die mit Gewissheit Welpen aufziehen, ist der Wolf das seltenste Säugetier Deutschlands. Dass Wölfe trotz fast überall fehlender Querungshilfen bis nach Hessen und Niedersachsen gekommen sind, ist großes Glück", so der NABU-Präsident. Das dichte Verkehrsnetz sei für den Wolf und viele wandernde Wildtiere ein Problem. Grünbrücken und Querungshilfen beim Neubau von Straßen müssten daher obligatorisch eingeplant werden. In den vergangenen beiden Jahren fielen fünf Wölfe dem Verkehr zum Opfer. "Auch die illegale Tötung eines Wolfes darf kein Kavaliersdelikt mehr sein, sondern ist eine Straftat und muss als solche auch konsequent verfolgt werden. Dauerhaft werden nur Wölfe in Deutschland leben, wenn der Mensch es zulässt", so Tschimpke.

Seit 1998 gibt es wieder Wölfe in Deutschland. 2000 wurden in der Muskauer Heide (Sachsen) erstmals frei lebende Wolfswelpen geboren.
Heute leben in der Lausitz drei Rudel mit etwa 20 bis 25 Tieren.
Einzelne Wölfe bewegen sich im Umfeld der Territorien sowie in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen und, wie jüngst bekannt geworden, in Hessen. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern besteht Hoffnung auf jeweils ein neues Rudel.

In den nächsten Wochen werden die diesjährigen Welpen ihre Höhlen verlassen. Mit Spannung warten auch die Fährtensucher des NABU auf ihren Einsatz, um den Nachwuchs bestätigen zu können.

Wölfe berühren in Deutschland den Alltag von Schafhaltern, Jägern oder Waldbesuchern, die sich mit dem Neuling konfrontiert sehen. Um ein konfliktarmes Nebeneinander von Mensch und Wolf zu erreichen, ist es daher notwendig, gemeinsam mit den betroffenen Interessengruppen sogenannte Wildtiermanagementpläne auszuarbeiten. Einige Bundesländer stehen dabei erst in den Startlöchern und hinken den Wölfen zeitlich hinterher. Gute Ansätze gibt es in Niedersachsen und Bayern.

Das NABU-Projekt "Willkommen Wolf!" wirbt seit nunmehr drei Jahren mit unterschiedlichen Kampagnen bundesweit für die Akzeptanz des Wolfes und für die gute Nachbarschaft von Mensch und Wolf. Mit getragen und unterstützt wird die Arbeit von einer großen Gemeinschaft von Wolfspaten und der Volkswagen AG.

Markus Bathen | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.NABU.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Plastik stimuliert Bakterien im Meer
17.04.2018 | Universität Wien

nachricht Wälder beeinflussen den globalen Quecksilber-Kreislauf maßgeblich
13.04.2018 | Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics