Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biomonitoring von Ozon - Sommersmog und seine Auswirkung auf Pflanzen -

21.08.2000


... mehr zu:
»Biomonitoring »Ozon
Spätestens an heißen Sommertagen ist das Reizthema "Ozon" in aller Munde. Wenn Schwellen der Ozonkonzentration an amtlichen Messstationen überschritten werden, ergehen über die Presse Warnungen zum Schutz der
Bevölkerung. Fraglich ist aber, ob aus den in der Luft gemessenen Ozonkonzentrationen ohne weiteres Rückschlüsse auf schädigende Wirkungen auf Lebewesen - einschließlich des Menschen - gezogen werden können.

Eine schädliche Wirkung entfaltet das Oxidationsmittel Ozon nur dann, wenn es in ungeschützte Zellen eindringen kann. Bei Mensch und Trier sind es die Lungen und Schleimhäute, die gereizt werden. Bei pflanzlichen Organismen dringt das Ozon im Rahmen des Gaswechsels in das Blattinnere (Diffusion von CO2 in die Blätter im Rahmen der Fotosynthese und dadurch Verlust von Wasser durch Transpiration). An heißen Tagen, an denen Pflanzen einen hohen Wasserverlust erleiden, vermindern sie deshalb den Gaswechsel. Da Ozon in der bodennahen Luftschicht nur an sehr heißen und zugleich trockenen Tagen in toxischen Konzentrationen entsteht, ist es deshalb fraglich, ob und in welchem Ausmaß es Pflanzen schädigen kann.
Diese Überlegungen ruft das "Biomonitoring-Konzept" auf den Plan. Durch Exposition von ozonsensitiven Pflanzen und deren sicht- oder messbaren Schädigungen werden Rückschlüsse auf die Wirkung von Ozon gezogen. Das Teilprojekt B4 des SFB 522 "Umwelt und Region" der Universität Trier hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die regionale Wirkung ozoninduzierter Gefährdungspotenziale zu erfassen.

Ansprechpartner:
apl. Prof. Dr. Willy Werner und
Dipl.-Geogr. Patrick Büker
Universität Trier
Fachbereich VI - Geobota-nik
54286 Trier
Telefon (06 51) 2 01-22 40

PRESSEMITTEILUNG
UNIVERSITÄT TRIER
Herausgegeben von der Pressestelle
Leitung: Heidi Neyses
54286 Trier
Telefon: 06 51/2 01-42 39
Fax: 06 51/2 01-42 47

21. August 2000

Heidi Neyses |

Weitere Berichte zu: Biomonitoring Ozon

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein neuer Index zur Diagnose einer nichtalkoholischen Fettlebererkrankung

20.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Das Cockpit für Kühlgeräte

20.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Der Hausschwamm als Chemiker

20.01.2017 | Biowissenschaften Chemie