Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heidekraut und Regenwald hautnah

23.05.2008
Ministerium fördert Forschung zum Erhalt des natürlichen Reichtums Afrikas

Die biologische Vielfalt Afrikas scheint unerschöpflich. Allein auf dem Tafelberg in Südafrika kommen mehr als 500 Heidekraut-Arten vor, in ganz Deutschland sind es gerade mal vier.

Dieser natürliche Reichtum Afrikas ist durch großflächige Veränderungen der Landnutzung durch den Menschen bedroht. Afrikanische und deutsche Forscher haben sich zusammengetan, um die komplexen Beziehungen zwischen Mensch und Natur besser zu verstehen. Mehr als 400 Wissenschaftler und mehr als 70 Institutionen bilden das Forschernetzwerk BIOTA-Afrika (Biodiversity Monitoring Transect Analysis in Africa), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gegründet wurde.

Das vom BMBF und einer Reihe afrikanischer Institutionen finanzierte Großprojekt hat es sich zum Ziel gesetzt, die Flora und Fauna des Kontinents eingehend zu erforschen sowie Veränderungen in den Naturräumen zu beobachten und zu messen. Das BMBF fördert das Forschernetzwerk mit rund 6 Millionen Euro im Jahr. Insbesondere die Folgen des Klimawandels und die sich durch Globalisierung verändernde Landnutzung stellen eine große Gefahr für die Artenvielfalt Afrikas dar - und drohen intakte Lebensräume zu zerstören. Ziel von BIOTA ist es, auf Grundlage wissenschaftlicher Kenntnisse Prognosen über die künftige Entwicklung der biologischen Vielfalt zu treffen. Zudem geht es darum, Strategien zu entwickeln, die eine nachhaltige Nutzung durch die Menschen ermöglichen und zugleich den Erhalt der biologischen Vielfalt sichern.

... mehr zu:
»BIOTA

Das deutsch-afrikanische Projekt erfasst Veränderungen auf dem gesamten Kontinent in vier geografisch definierten Untersuchungsräumen: BIOTA Southern Africa, BIOTA West Africa, BIOTA East Africa und BIOTA Maroc. So weitläufig wie das Forschungsgebiet, so groß ist die Bandbreite an Fragen, denen sich die Wissenschaftler stellen - und die sie zu beantworten suchen. In Südafrika und Namibia analysieren die Forscher beispielsweise Satellitenbilder aus den vergangenen 20 Jahren, um Aussagen über die zunehmende Verwüstung von Weideflächen durch Übernutzung zu treffen. In Burkina Faso gehen sie der Frage nach, wie Fische von Umweltveränderungen beeinflusst werden. Und im ostafrikanischen Kakamega Forest entwickeln die Wissenschaftler neue Modelle zur nachhaltigen Nutzung von Regenwäldern.

Das kontinentale Beobachtungsnetzwerk BIOTA erlaubt es, über längere Zeiträume die Veränderungen in der Natur Afrikas zu erfassen - und gezielt Maßnahmen zu ergreifen, diese einzigartigen Lebensräume zu erhalten.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.biota-africa.org
http://www.bmbf.de/de/12460.php
http://www.dlr.de

Weitere Berichte zu: BIOTA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Paradiese in Gefahr: Bayreuther Studierende forschen auf den Malediven zu Plastikmüll in den Meeren
13.04.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Ozeanversauerung: Wie individuell sind die Reaktionen?
06.04.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung