Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TA-Akademie fordert Katalysator für Dieselfahrzeuge

05.04.2001


... mehr zu:
»Emission »Katalysator
Der Straßenverkehr bleibt weiterhin einer der Hauptverursacher für Emissionen an Staub, Kohlenmonoxid, Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen. Daran hat auch die Einführung von Katalysatoren bei
Benzinmotoren nichts Grundlegendes geändert, wie eine aktuelle Studie der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg (TA-Akademie)* zeigt. Zwar sind seit 1984 viele organische Stoffe und Partikel-Emissionen in der Luft zurückgegangen, doch die starke Zunahme des Straßenverkehrs hat diese Einsparungen teilweise wieder kompensiert. Auch zum Ausstoß des klimawirksamen Kohlendioxid trägt der Verkehr mittlerweile zu 30 Prozent bei, mit steigender Tendenz.
Thomas Wiedmann und Karlheinz Ballschmiter haben in der Studie erstmals alle 800 Verbindungen beschrieben, die sich in Autoabgasen finden. Besonders gefährlich sind danach Dieselruß und Benzol, die vor allem von LKWs und Diesel-PKWs ausgestoßen werden. Sie verursachen nach wissenschaftlichen Studien allein in Deutschland alljährlich Tausende tödlich verlaufender Lungenkrebs-Erkrankungen. Als kurzfristige Maßnahme fordern die Autoren deshalb, in alle Dieselfahrzeuge Katalysatoren einzubauen. Doch auch danach werden noch schädliche Stoffe freigesetzt, wie die Studie zeigt. So werden Karbonsäuren, Distickstoffoxid (Lachgas) oder Ammoniak durch den Katalysator sogar erst erzeugt. Zudem machen ihm Kaltstart-Phasen und Alterung zu schaffen.
Langfristig können nach Meinung der Autoren deshalb nur grund-legende Änderungen wie radikale Gewichtsreduktion oder alternative Antriebssysteme die Emissionen spürbar senken.

Ansprechpartner: Markus Geckeler, Telefon: 0711/9063-222
E-Mail: markus.geckeler@ta-akademie.de

*Thomas Wiedmann, Jörg Kersten, Karlheinz Ballschmiter: Art und Menge von stofflichen Emissionen aus dem Verkehrsbereich. Arbeitsbericht Nr. 146.
Bestellbar unter Fax.Nr.0711/9063-299.

Dr. Birgit Spaeth | idw

Weitere Berichte zu: Emission Katalysator

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Frühwarnsignale für Seen halten nicht, was sie versprechen
05.12.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Besserer Schutz vor invasiven Arten
15.11.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie