Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ökologie: Mit dem Luftschiff an die Baumkronen

04.04.2001


Weil Baumkronen nur schwer zugänglich sind, weiß die Wissenschaft kaum etwas über die dort lebenden Insekten- und Spinnengemeinschaften. Um das zu ändern, nähert sich Dr. Andreas Floren, Ökologe von der Universität
Würzburg, den Wipfeln der Bäume mit einem Heißluft-Luftschiff.

Während Forscher bislang meist nur mit aufwändigen Gerüstbauten und Klettertechniken in die Baumkronen vordringen konnten, hat Dr. Floren in den vergangenen Jahren mit dem Einsatz eines Heißluft-Luftschiffes eine ganz neue Methodik erprobt. Damit wurde es erstmals möglich, die äußersten Blattschichten und damit die Stellen der Bäume zu erreichen, an denen sich die Tiere bevorzugt aufhalten.

Mit dem Luftschiff können einzelne Baumkronen angefahren werden, ohne die dort lebenden Tiergemeinschaften nennenswert zu stören. Um Proben zu entnehmen, setzt der Würzburger Forscher speziell hierfür entwickelte Fallen ab und holt sie nach einigen Tagen zur Auswertung wieder an den Boden - um nur eine Möglichkeit zu nennen, die das Luftschiff bietet.

Auf diese Weise lassen sich laut Dr. Floren selbst in den Wirtschaftswäldern Deutschlands, in denen das Luftschiff bislang zum Einsatz kam, noch neue Arten entdecken. Seine ersten Fahrten haben die besondere Eignung dieser Methodik bestätigt, aber auch die große Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen gezeigt: Bei zu starkem Wind kann das Luftschiff nicht starten, was eine kontinuierliche Forschungsarbeit erschwert.

Um weitere Informationen über das Leben in den Baumkronen zu gewinnen, will Dr. Floren das Luftschiff von Dienstag bis Sonntag, 22. bis 27. Mai 2001, in drei Waldstücken bei Uffenheim (Mittelfranken) einsetzen.

Hinweis für Redaktionen/Journalisten: Falls Sie daran interessiert sind, die Untersuchungen hautnah zu erleben und in Uffenheim mit dem Luftschiff mitzufahren, melden Sie sich bitte möglichst bis Montag, 14. Mai, bei Dr. Floren: Lehrstuhl für Tierökologie und Tropenbiologie der Universität, Am Hubland, 97074 Würzburg, T (0931) 888-4376, Fax (0931) 888-4352, E-Mail: floren@biozentrum.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | idw

Weitere Berichte zu: Heißluft-Luftschiff Luftschiff Ökologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Frühwarnsignale für Seen halten nicht, was sie versprechen
05.12.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Besserer Schutz vor invasiven Arten
15.11.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops