Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Anpassung an den Klimawandel - Forschungsstrategien für Bayern

27.02.2008
Klimaexperten und Spitzenpolitiker diskutierten am 22. Februar über das brandaktuelle Thema: Klimawandel und seine Auswirkungen.

Die politischen Weichen für eine aktive Klimapolitik sind gestellt: Gründung neuer Forschungsverbünde sowie Aufstockung von Forschungsgeldern - 42 Mio. Euro zusätzliche Mittel aus dem Klimaprogramm 2020. Wissenschaftler fordern längerfristige Projekte und klare Zielvorgaben anstelle eines "Strohfeuers".

Rund 500 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft fanden sich zu dem großen Klimakongress in der IHK München ein, um sich über die aktuellen Forschungsergebnisse in der Klimaforschung und über die politischen Leitlinien auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene zu informieren. Ferner gaben die Impulsreferate und Podiumsdiskussionen tiefere Einblicke in das Themengebiet und ermöglichten es dem Auditorium zugleich, sich aktiv in die Fragestellung mit ein zu bringen.

Mit der Frage "Welchen Baum pflanze ich für meinen Enkel?" richtete sich Prof. Dr. Hartmut Graßl, Klimaforscher und Vorsitzender des Bayerischen Klimarates, provokativ an das Publikum und machte auf die spezifische Situation in Bayern im Zusammenhang mit der Klimaveränderung und dem akuten Handlungsbedarf aufmerksam. Denn Bayern ist aufgrund seiner geographischen Lage, mit seinen Berg- und Flusstälern sowie insbesondere seiner Alpenregionen, besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Graßl forderte somit längerfristige und konkrete Lösungsmaßnahmen von der Politik. Die geplanten Forschungsverbünde - BayFORETA und BayFORKAST - welche sich zum einen mit einer verbesserten Energieeffizienz in Unternehmen und zum anderen mit den Auswirkungen des Klimas auf die Ökosysteme beschäftigen, sind weitere Initiativen der beiden Minister Goppel und Bernhard, um eine "bayernspezifische Klimaforschung" voranzutreiben. Des Weiteren soll der bereits seit 2004 bestehende Verbund "Kraftwerke des 21. Jahrhunderts" gestärkt werden. Eine Erhöhung der Energieausbeute aus Kohle- und Gaskraftwerken wird mit diesem Verbund verfolgt.

Klare Zielvorgaben formulierte ebenfalls Prof. Dr. Lößl, Geschäftsführer der Bayerischen Forschungsallianz und Organisator der Veranstaltung: "Die

bayerischen Stärken sollen auf dem Gebiet der Klimafolgenforschung gebündelt werden und durch eine nachhaltige Zusammenarbeit mit den Wissenschaftsorganisationen, soll der Herausforderung des Klimawandels effizient begegnet werden." Die Positionierung der bayerischen Klimaforschung im Forschungsraum Europa sowie die internationale Vernetzung der bayerischen Klimaakteure sind daher unabdingbar, um gemeinsame Handlungsstrategien für das global auftretende Phänomen zu entwickeln. Auch die Geisteswissenschaften sind in die Thematik ein zu beziehen, um die Gesellschaft auf die Veränderungen einzustellen.

Im Laufe der Diskussionen wurde von den politischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Zielvorgaben auf die Anforderungen an die Gesellschaft heruntergebrochen. Umdenken ist von jedem gefordert. "Schmerzfreier Klimaschutz" - d.h. jeder kann durch seine Korrekturen im Konsumverhalten und ohne wesentliche Einschränkungen seiner Lebensqualität, einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Kontakt:

Bayerische Forschungsallianz GmbH
Nußbaumstraße 12
80336 München
Tel: (089) 99 01 88 8-0
Fax: (089) 99 01 88 8-29
E-Mail : info@bayerische-forschungsallianz.de
Abbinder :
Die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) dient als Netzwerk- und Beratungsplattform für bayerische Hochschulen, Forschungsverbünde und KMU. Sie berät und unterstützt bei der erfolgreichen Akquise von europäischen Forschungsgeldern sowie bei der Antragstellung im 7. Forschungsrahmenprogramm.

Dr. Günther Weiß | idw
Weitere Informationen:
http://www.bayfor.de

Weitere Berichte zu: Forschungsverbund Klimaforschung Klimawandel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise