Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wärme und Strom aus regenerativer Energieerzeugung

04.06.2002


  • EnBW errichtet Biomasseheizkraftwerk bei Thermopal in Leutkirch
  • Kooperation trägt zur Standort- und Arbeitsplatzsicherung bei

Die EnBW Kraftwerke AG plant im Rahmen eines Contracting-Modells auf dem Gelände der Firma Thermopal in Leutkirch eine holzbefeuerte Biomasseanlage mit einer Feuerungswärmeleistung von rund 80 Megawatt zu errichten. Wie die EnBW in einer am Montag veröffentlichten Presseinformation mitteilte, wird das Biomasseheizkraftwerk die Versorgung der Spanplattenfabrik mit Produktionsdampf und Nutzwärme sicherstellen. Der zusätzlich durch Kraft-Wärme-Kopplung erzeugte Strom soll ins örtliche Stromnetz eingespeist werden.


Die geplante Biomasse-Anlage der EnBW wird Altanlagen auf Ölbasis ersetzen, die bislang von Thermopal in Eigenregie betrieben werden. Die Vorteile der künftigen Lösung und der Zusammenarbeit von Thermopal und EnBW liegen auf der Hand: Planung, Finanzierung , Bau und Betrieb der Anlage werden von der EnBW übernommen, die als drittgrößtes deutsches Energieunternehmen ihre hohe technische Kompetenz und breite Erfahrung auch im Bereich regenerativer Energieerzeugung einbringt. Für Thermopal ist damit die Energieversorgung des Leutkircher Werks durch langfristige Wärmebezugsverträge mit einen kompetenten Kooperationspartner gesichert. Zugleich kann sich das Unternehmen - auch was weitere Investitionen anbelangt - auf sein eigentliches Kerngeschäft konzentrieren. Damit verbunden ist nicht zuletzt auch die Sicherung der Arbeitsplätze und insgesamt eine deutliche Stärkung des Standorts Leutkirch.

Für die EnBW Kraftwerke AG ist die Errichtung des Biomasse-Heizkraftwerks in Leutkirch ein weiterer Baustein der im vergangenen Jahr erfolgreich eingeleiteten Neupositionierung im Bereich regenerativer Energien. Unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Aspekte erfolgte dabei die Fokussierung auf Projekte im Biomasse- und Windkraftbereich. Durch die Entwicklung im regenerativen Erzeugungsbereich erwartet das Unternehmen, bis 2010 rund 1 Million Tonnen CO2-Emissionen einsparen zu können.


Im Biomasseheizkraftwerk Leutkirch werden durch die Verbrennung des CO2-neutralen Brennstoffs Holz und durch den hohen Wirkungsgrad der gekoppelten Erzeugung von Strom und Nutzwärme jährlich rund 170.000 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Atmosphäre entlassen. Damit leistet das Kraftwerk einen wirkungsvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Nächster Schritt nach Vertragsunterzeichnung ist nun die Vorbereitung des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens. Nach derzeitigem Planungsstand soll der Genehmigungsantrag im Juli 2002 beim Regierungspräsidium Tübingen als zuständiger Genehmigungsbehörde eingereicht werden. Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist gemäß § 4 des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImschG) durch ein öffentliches Genehmigungsverfahren gewährleistet. Darüber hinaus wird eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Hinsichtlich Schadstoffemissionen ist durch gesetzliche Vorgaben gewährleistet, dass die geplante Biomasse-Anlage die strengen Anforderungen der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung erfüllen wird.

Öffentlichkeitsarbeit | Öffentlichkeitsarbeit
Weitere Informationen:
http://www.enbw.com

Weitere Berichte zu: Biomasseheizkraftwerk Energieerzeugung Kraftwerk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich
24.05.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Eisenmangel hemmt marine Mikroorganismen
19.05.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten