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Start für Meerwasser-Monitoring an Bord der Fähre Kiel - Oslo

04.04.2001


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"Blue Box" als Projekt der Kieler Universität

Meeresforschung auf einem Fährschiff: Das wird ab 4. April Realität,

wenn die "Blue Box" auf der "Kronprins Harald" in Betrieb geht. Auf ihren Fahrten zwischen Oslo und Kiel wird das der Reederei Color Line gehörende Schiff zukünftig Messdaten über das Meerwasser erheben.

Derzeit ist die "Blue Box" mit Sensoren zur Bestimmung der Wassertemperatur, des Salzgehaltes sowie zum Gelösten Sauerstoff ausgestattet. Geräte zur optischen Bestimmung der gelösten Bestandteile sowie zum pH-Wert werden in Kürze nachgerüstet. Auch die Algenbelastung soll künftig messbar sein. Die Passagiere können zukünftig per Monitor die Arbeit der "Blue Box" verfolgen.

Die aufgezeichneten Daten werden dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrologie (BSH) zur Verfügung gestellt. In der ersten Phase liest jeweils am Kai in Kiel jemand die Daten aus. In einem zweiten Schritt ist die Übertragung mittels Handy-Modem direkt von Bord aus vorbereitet.

Mit der Installation der "Blue Box" auf der "Kronprins Harald" geht ein Forschungsprojekt ins Teststadium, das die im Bereich der Umweltmesstechnik gestellten Forderungen durch die Entwicklung spezieller Geräte umgesetzt hat. Die "Blue Box" des Zentrums für Angewandte Meereswissenschaften (ZAM) der Universität Kiel ist das erste deutsche Gerät dieser Art im Einsatz auf einem Fährschiff.

Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über den Projektträger BEO/Außenstelle Warnemünde gefördert. An der Umsetzung waren neben dem ZAM auch das Forschungs- und Technologiezentrum Westküste der Universität Kiel in Büsum sowie das GKSS Forschungszentrum in Geesthacht und die Firma GO Systemelektronik beteiligt.

Mit der "Blue Box" reagiert die Meeresforschung auf einen Vorschlag des EuroGOOS-Sekretariates. Er sieht die Nutzung möglichst vieler der über 850 Fähren, die auf den europäischen Meeren verkehren, für das Meerwasser-Monitoring vor.

Als eine Maßnahme der Agenda 21 der Konferenz der Vereinten Nationen zur Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 war auf Regierungsebene ein internationales Abkommen vereinbart worden, das auf ein weltweites Meßsystem zur operationellen Beobachtung und Vorhersage der Meeresumwelt (GOOS - Global Ocean Observing System) abzielt.

Kontakt:
Universität Kiel, Zentrum für Angewandte Meereswissenschaften, Dr. Thorsten Knutz,
Tel. 0175/581 00 46, knutz@ZAM.uni-kiel.de

Susanne Schuck | idw

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