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Wissenschaftler der TU Berlin verbessern Ölunfallbekämpfungssystem

06.02.2008
Trotz rückläufiger Statistiken und Verbesserungen der Schiffs- und Verkehrssicherheit stellen Tankerkollisionen und die damit verbundene Gefahr von Ölaustritt eine erhebliche Bedrohung dar.

Jedes einzelne Unglück führt zu verheerenden Konsequenzen für die maritime Flora und Fauna, aber auch zu ökologischen und ökonomischen Katastrophen für die betroffenen Küstenregionen und Unternehmen. Um solche Gefahren abzuwenden, werden am Fachgebiet Meerestechnik der TU Berlin unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Günther Clauss so genannte Ölunfallbekämpfungssysteme entwickelt.

Für die Ölunfallbekämpfung bei schwierigen Seebedingungen wurde ein "Seegangsunabhängiger Oelskimmer" (SOS) an der TU Berlin konzipiert. Das bereits in Deutschland und den USA patentierte, rein mechanische System, welches Wasser und Öl voneinander trennt, zeichnet sich durch hohe Robustheit und Effizienz aus, da es ohne bewegliche Teile auskommt und auch hohe Wellen den Abschöpfungsprozess nicht behindern. Der Ölfilm strömt bei diesem Vorgang entlang der Unterseite des SOS bis zu einer Klinge, die ihn von der Hauptströmung trennt und in ein Ölauffangbecken leitet. An der Trennungskante entsteht ein Wirbel, der das Öl zur freien Wasseroberfläche leitet. Von dort wird es in Tanks transportiert, wo es abgepumpt wird.

Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsvorhabens "Analyse der Ölseparation bei Ölskimmersystemen im Seegang" wird ein numerisches Verfahren entwickelt, mit dem die Strömungsverhältnisse um das Ölskimming-System in verschiedenen Seegängen wie auch Bewegungen, die durch den Seegang verursacht werden, analysiert werden können. Nach Abschluss der Entwicklung kann der Wirkungsgrad des SOS in Abhängigkeit des Seegangs, der Fahrtgeschwindigkeit und der Ölsorte in dreiphasigen Strömungssimulationen berechnet werden. Auf dieser Basis erfolgt dann die Optimierung des Skimmers durch eine gezielte Variation verschiedener System- und Betriebsparameter. Ziel ist die Erweiterung des Einsatzspektrums auf hohe Seegänge und damit eine deutliche Steigerung der Leistungsfähigkeit.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gerne:
Prof. Dr.-Ing. Günther Clauss, Tel.: 030/314-23105, E-Mail:
mailto:clauss@naoe.tu-berlin.de; Dipl.-Ing. Florian Sprenger, Tel.:
030/314-23412, E-Mail: mailto:f.sprenger@naoe.tu-berlin.de

Christoph Lang | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.berlin-partner.de
http://www.berlin-partner.de/wissenschaft
http://www.berlin-sciences.com

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