Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschung: EU-Aktionsplan zum Klimaschutz toppen

01.02.2008
FH Erfurt startet anspruchsvolles dreijähriges Forschungsprojekt
In der internationalen Klimaforschung besteht kein Zweifel daran, dass der Klimawandel voranschreitet. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind die von Menschen verursachten Treibhausgase für den größten Teil der Klimaänderung verantwortlich. Was können Städte dagegen tun?

Am 1. Februar startet an der Fachhochschule Erfurt (FHE) im Fachgebiet Planung und Kommunikation des Fachbereichs Verkehrs- und Transportwesen ein Forschungsprojekt, das dieser Frage in den drei Modellstädten Darmstadt (130.000 Einwohner, Hessen), Eisenach (42.000 Einwohner, Thüringen) und Rheinberg (32.000 Einwohner, Nordrhein-Westfalen) nachgeht. Die Modellstädte qualifizierten sich im Rahmen eines bundesweiten kommunalen Wettbewerbs von 12 Städten für die Teilnahme.

Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 118.000 Euro unterstützt. Projektpartner ist das bzr – Büro für zukunftsfähige Regionalentwicklung in Hattingen.

„Die drei Modellstädte verfolgen ehrgeizige Klimaschutzziele“ so Projektleiterin Prof. Dr.-Ing. Heidi Sinning (Planung und Kommunikation, FHE). „Die Städte beabsichtigen, den EU-Aktionsplan zum Klimaschutz mindestens um 10% zu übertreffen. Sie wollen ihren CO_2 -Ausstoß bis 2020 um 30 % (Basisjahr 1990) reduzieren.“

„Erfolgreiche Klimaschutz-Städte können bundesweit Vorbild zum Nachahmen in anderen Städten und Gemeinden sein“, unterstreicht Verena Exner, DBU-Referentin.

Ergebnis des dreijährigen Projekts wird ein Handlungsleitfaden zur Umsetzung eines kommunalen Nachhaltigkeitsmanagements im Energiebereich für deutsche Kommunen sein.

In einem engen Dialog mit den Kommunalverwaltungen, kleinen und mittleren Unternehmen sowie der Bürgerschaft sollen Lösungen für die Minderung des CO_2 -Ausstoßes gefunden werden, z.B.:

§ technische und planerische Maßnahmen im /Energiebereich/ bündeln,

§ erneuerbare Energieträger einsetzen,

§ die Energieeffizienz erhöhen,

§ die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren und

§ energetisch-nachhaltige Wirtschaftskreisläufe (tragfähige, regionale Netzwerke und Arbeitsplätze) anstoßen.

Ansprechpartner:

Prof. Dr.-Ing. H. Sinning, Dipl.-Ing. Guido Spohr

FH Erfurt, Fachgebiet Planung und Kommunikation, Tel. 0361/ 6700-375 oder -390, E-Mail: guido.spohr@fh-erfurt.de

Roland Hahn | Fachhochschule Erfurt
Weitere Informationen:
http://www.fh-erfurt.de

Weitere Berichte zu: EU-Aktionsplan Klimaschutz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index
21.08.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

22.08.2017 | Physik Astronomie

Forscher beschreiben neuartigen Antikörper als möglichen Wirkstoff gegen Alzheimer

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Virus mit Eierschale

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie