Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zehn Jahre Weltpark Antarktis

14.01.2008
Greenpeace feiert Jubiläum - Auch Nordpolarregion muss geschützt werden

Vor zehn Jahren trat das Schutzabkommen für die Antarktis in Kraft - ein Höhepunkt des globalen Umweltschutzes. Das Abkommen, das den Kontinent mit seinem empfindlichen Ökosystem seit 14.1.1998 für 50 Jahre vor der Ausbeutung seiner Rohstoffe bewahrt, kam vor allem durch die Greenpeace-Kampagne "Weltpark Antarktis" zustande.

Das Abkommen erklärt die Antarktis zu einem "dem Frieden und der Wissenschaft gewidmeten Natur-Reservat". Doch inzwischen hat die Jagd nach Rohstoffen auf der anderen Seite der Erde begonnen: Im vergangenen Jahr haben die ersten Anrainerstaaten der Arktis ihre Gebietsansprüche angemeldet, um vor allem nach Öl zu suchen.

"Der Weltpark Antarktis ist einer der größten Erfolge von Greenpeace, erstmals wurde ein ganzer Kontinent unter Schutz gestellt", sagt Roland Hipp, Kampagnengeschäftsführer von Greenpeace. "Doch nun droht die Zerstörung der Arktis. Das Wettrennen, das um die dortigen Rohstoffe begonnen hat, muss umgehend beendet werden. Wir brauchen auch für die Arktis ein umfassendes Schutzgebiet."

... mehr zu:
»Antarktis »Arktis

Greenpeace hat alles darangesetzt, dass der erste Weltpark der Erde in der Antarktis Wirklichkeit werden konnte. Es ging darum, die Wildnis zu schützen und die Tradition internationaler Zusammenarbeit sowie wissenschaftlicher Arbeit zum Wohle der Menschheit einzusetzen.

Während der Kampagne, die 1983 startete, führte Greenpeace Umweltinspektionen an den Stationen von Antarktis-Vertragsstaaten durch, die sich auf die Ausbeutung der Bodenschätze in der Südpolarregion vorbereiteten. Von 1987 bis 1991 unterhielt Greenpeace sogar eine eigene Kontrollstation. Mit Aufnahmen der Sprengung von Pinguin-Brutplätzen, die dem Bau von Landebahnen der französischen Station im Weg waren, und weiteren Aktionen konnten die Umweltschützer international so viel Aufsehen und Empörung erzeugen, dass die Vertragsstaaten sich 1991 in Madrid auf ein Abkommen einigten. Erst am 16. Dezember 1997 ratifizierte Japan als letzter der 26 stimmberechtigten Staaten das Abkommen, das einen Monat später in Kraft trat.

Der Schutzvertrag bietet keine völlige Sicherheit für die Wildnis der Antarktis. Im angrenzenden Südpolarmeer sind die Fischbestände durch zerstörerischen Fangmethoden und die illegale Fischerei bedroht. Auch das Walschutzgebiet wird immer wieder verletzt: japanische Walfänger töten jährlich hunderte Wale unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Auch in der laufenden Fangsaison wollen sie bis zu 925 Minke- und 50 vom Aussterben bedrohte Finnwale schießen. Aktivisten an Bord des Greenpeace-Schiffes "Esperanza"

haben am Samstag die Walfangflotte im Südpolarmeer aufgespürt und verfolgen sie seitdem.

Achtung Redaktionen: Rückfragen zur Geschichte des Schutzvertrags bitte an Greenpeace-Sprecher Gerhard Wallmeyer, Tel. 0171-8781 190.

Fragen zur aktuellen Situation und der Relevanz für den Klimaschutz beantwortet Thilo Maack, Tel. unter 0171-8780 841. Fotos erhalten Sie über Pressesprecher Patric Salize, Tel. 0171-6032 532.

TV-Material: Tel. 0173-608 8620. Internet: www.greenpeace.de

Gerhard Wallmeyer | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.greenpeace.de

Weitere Berichte zu: Antarktis Arktis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Besserer Schutz vor invasiven Arten
15.11.2016 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Enzian oder Spitzwegerich – wer gewinnt in den Alpen, wenn es wärmer wird?
04.11.2016 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

4,6 Mio. Euro für Cloud Computing-Gemeinschaftsprojekt „Cloud Mall BW“

05.12.2016 | Förderungen Preise

1,5 Mio. Euro für das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)

05.12.2016 | Förderungen Preise

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise