Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Badegewässer: 94 Prozent erfüllen Mindeststandards

22.05.2013
EU-Bericht sieht positive Entwicklung - Lob für Zypern und Luxemburg

Was die Wasserqualität an europäischen Badeorten betrifft, haben Gäste und heimische Wasserratten nichts zu befürchten. Wie aus dem aktuellen Jahresbericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) hervorgeht, erfüllten im Jahr 2012 rund 94 Prozent aller Badegewässer innerhalb der EU die entsprechenden Mindeststandards.

An 78 Prozent der Standorte wird die Wasserqualität sogar als "hervorragend" eingestuft. Auch die Entwicklungstendenz ist positiv: Die Anzahl der Badeorte, die den Mindestanforderungen entsprechen, ist gegenüber dem Bericht des Vorjahres um beinahe zwei Prozent nach oben geklettert.

Bevölkerung für sauberes Baden

"Der Schutz der Gewässer ist in Österreich ein von der Bevölkerung breit mitgetragenes Anliegen. Attraktive und saubere Badegewässer werden besonders in heißen Sommertagen geschätzt und sind damit Teil unserer besonderen Lebensqualität", erklärt Karl Schwaiger, Abteilungsleiter Internationale Wasserwirtschaft im Lebensministerium http://lebensministerium.at , gegenüber pressetext. Saubere Badegewässer seien zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Hinblick auf Österreichs Tourismus.

"Österreich hat sich seit Jahrzehnten um die Reinhaltung seiner Gewässer bemüht", betont der Experte. Die erzielten Erfolge würden sich auch im europaweiten Vergleichen zeigen. "Besonders erfreulich am aktuellen EUA-Bericht ist, dass fast alle Badegewässer 2012 - mit einer einzigen Ausnahme - den Vorgaben entsprochen haben. In den Vorjahren waren es doch jeweils einige, die das nicht geschafft haben. Dies ist ein ausgezeichnetes Ergebnis", meint Schwaiger.

Verbesserung gegenüber Vorjahr

Insgesamt hebt die EUA vor allem Zypern und Luxemburg hervor, die sich an allen ihren Badeorten durch eine hervorragende Wasserqualität auszeichnen. In acht weiteren Ländern liegt die Anzahl der Standorte mit hervorragenden Qualitätswerten über dem EU-Durchschnitt: Malta (97 Prozent), Kroatien (95 Prozent), Griechenland (93 Prozent), Deutschland (88 Prozent), Portugal (87 Prozent), Italien (85 Prozent), Finnland (83 Prozent) und Spanien (83 Prozent). "Dies ist eine Verbesserung gegenüber den Ergebnissen des Vorjahres und eine Fortsetzung der positiven Entwicklung seit Beginn der Überwachung der Badegewässer nach der Badegewässerrichtlinie im Jahr 1990", so die EUA.

"Es ist ermutigend zu sehen, wie sich die Qualität der europäischen Badegewässer kontinuierlich verbessert. Aber es bleibt noch viel zu tun, bis alle unsere Gewässer Trinkwasser- und Badegewässerqualität haben und die aquatischen Ökosysteme gesund sind. Wasser ist eine wertvolle Ressource, und wir müssen alle erforderlichen Maßnahmen anwenden, um diese Ressource umfassend zu schützen", erklärt EU-Umweltkommissar Janez Potocnik. "Der heutige Bericht zeigt, dass die Badegewässerqualität generell sehr gut ist, einige Orte aber noch mit Umweltbelastungen zu kämpfen haben. Deshalb fordern wir die Bürger auf zu prüfen, wie ihre bevorzugten Badeorte eingestuft werden", ergänzt EUA-Exekutivdirektorin Jacqueline McGlade.

Informationen im Web verfügbar

Wer sich selbst ein Bild von der Wasserqualität heimischer Badegebiete machen möchte, für den hält die Europäische Umweltagentur auch online einiges an Wissenswertem parat. Hilfreich sind das Wasserinformationssystem für Europa http://water.europa.eu und die Web-Anwendung "WaterWatch" auf der "Eye on Earth"-Webseite der EUA http://eyeonearth.org .

Hier können EU-Bürger die Qualität der Badegewässer an 22.000 Küstenstränden und Binnengewässerbadestellen in ganz Europa überprüfen. Die Daten können auf einer interaktiven Karte für ein bestimmtes Land oder eine bestimmte Region angezeigt und mit den Daten aus den Vorjahren verglichen werden.

Markus Steiner | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://eea.europa.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Rasante Evolution einer Kalkalge
14.02.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Insektensterben: Auch häufige Arten werden selten
01.02.2018 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Im Focus: Das VLT der ESO arbeitet erstmals wie ein 16-Meter-Teleskop

Erstes Licht für das ESPRESSO-Instrument mit allen vier Hauptteleskopen

Das ESPRESSO-Instrument am Very Large Telescope der ESO in Chile hat zum ersten Mal das kombinierte Licht aller vier 8,2-Meter-Hauptteleskope nutzbar gemacht....

Im Focus: Neuer Quantenspeicher behält Information über Stunden

Information in einem Quantensystem abzuspeichern ist schwer, sie geht meist rasch verloren. An der TU Wien erzielte man nun ultralange Speicherzeiten mit winzigen Diamanten.

Mit Quantenteilchen kann man Information speichern und manipulieren – das ist die Basis für viele vielversprechende Technologien, vom hochsensiblen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Auf der grünen Welle in die Zukunft des Mobilfunks

16.02.2018 | Veranstaltungen

Smart City: Interdisziplinäre Konferenz zu Solarenergie und Architektur

15.02.2018 | Veranstaltungen

Forschung für fruchtbare Böden / BonaRes-Konferenz 2018 versammelt internationale Bodenforscher

15.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

17.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Stammbaum der Tagfalter erstmalig umfassend neu aufgestellt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Strategien zur Behandlung chronischer Nierenleiden kommen aus der Tierwelt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics