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Auwald-Hotspot wird renaturiert

29.06.2010
Bund und Land Bayern fördern gemeinsam die Dynamisierung der Donauauen zwischen Neuburg und Ingo

Anlässlich der heutigen Einweihung des Renaturierungs-projektes in den Donauauen zwischen Neuburg und Ingolstadt mit dem bayerischen Umweltminister Dr. Markus Söder weist das Bundesamt für Naturschutz (BfN) auf die besondere ökologische Bedeutung hin.

Als einer der größten zusammenhängenden Auwälder Deutschlands ist dies ein vielfältiger und einzigartiger Lebensraum. „Ein richtiger Auwald-Hotspot in Deutschland wird hier gemeinsam zwischen Wasserwirtschaft und Naturschutz renaturiert. Deshalb beteiligt sich der Bund hier mit einem Teilprojekt und erprobt die Möglichkeiten zur Wiederherstellung der für Auwälder typischen wechselnden Wasserverhältnisse,“ sagte Andreas Krug, Abteilungsleiter für integrativen Naturschutz.

Dieses Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums mit insgesamt 1,49 Mio € gefördert. Der Freistaat Bayern stellt dafür 212.000 € zur Verfügung und schafft darüber hinaus mit umfangreichen Baumaßnahmen (Gesamtkosten ca. 13,5 Mio €) die Voraussetzungen für die Flutung der Auen. Projektträger sind die Arbeitsgemeinschaft Auenrenaturierung und die Katholische Universität Eichstätt.

Hintergrund:
Zwischen Neuburg und Ingolstadt führen der Aufstau und die Eindeichung der Donau zur Nivellierung der auentypischen Wasserstandsschwankungen und oft über mehrere Jahre hinweg zum vollständigen Ausbleiben der Auenüberflutung. Der Freistaat Bayern und die Arbeitsgemeinschaft Auenrenaturierung, bestehend aus Landkreis Neuburg-Schrobenhausen und Stadt Ingolstadt, haben sich mit ihrem Renaturierungsprojekt zum Ziel gesetzt, diese Entwicklung durch gezielte Flutungen teilweise wieder rückgängig zu machen. Mit dem vom Bund geförderten Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben soll zudem dafür gesorgt werden, dass - entsprechend den Verhältnissen in einer natürlichen Flussaue - wieder wechselnde Wasserstände von Überflutung bis zur Austrocknung geschaffen werden. Ein wesentlicher Teil des E+E-Vorhabens ist die wissenschaftliche Untersuchung von Vegetation, Fauna und Wasserhaushalt. Damit soll überprüft werden, ob die Entwicklung der Aue den gewünschten Verlauf nimmt. Es soll auch abgeschätzt werden, welchen Einfluss die Flutung auf die forstliche Nutzbarkeit des Auwalds nimmt. Weiterhin ist geplant, die wissenschaftlichen Ergebnisse für die Information der Öffentlichkeit aufzubereiten.
Weitere Informationen zum E+E-Vorhaben:
http://www.bfn.de/0202_donau-auen-dynamisierung.html

Franz August Emde | idw
Weitere Informationen:
http://www.mondau.de
http://www.bfn.de/0202_donau-auen-dynamisierung.html

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