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Auswirkungen des CO2-Emissionshandels auf regionale Unternehmen

13.12.2010
Wissenschaftler der Universität Magdeburg untersuchen Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Straßengüterverkehrs

Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) untersuchen die Auswirkungen eines möglichen CO2-Emissionshandels im europäischen Straßengüterverkehr auf mittelständische Logistikunternehmen Sachsen-Anhalts.

Ziel des gerade begonnenen Forschungsprojektes LETS GO (Logistics Emissions Trading System for Green Optimization) ist es einerseits, Aufwand und Mehrkosten eines CO2-Emissionshandels für die Logistikdienstleister zu minimieren und so auf künftig ihre Wettbewerbsfähigkeit im hart umkämpften Markt zu sichern.

Andererseits soll der gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmen Rechnung getragen werden, indem die klimaschädlichen CO2-Emissionen des Verkehrs mithilfe eines Emissionshandelssystems effektiv und langfristig reduziert werden.

Eine Arbeitsgruppe des Instituts für Logistik und Materialflusstechnik (ILM) wird unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Hartmut Zadek das Emissionshandelssystem sowie alternative Steuerungsinstrumente wie Kraftstoffsteuern und Maut-Gebühren mit Blick auf ihre ökologische Wirksamkeit und Auswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit der KMU untersuchen. Daraus ergibt sich möglicherweise ein geeigneter Instrumenten-Mix im Verbund mit dem Emissionshandel, der die hohe Komplexität und starke Fragmentierung der Speditionsbranche besser berücksichtigt als bekannte Standardlösungen.

Hintergrund des Forschungsvorhabens ist, dass die EU-Kommission plant, spätestens 2013 einen Termin für die Aufnahme des Straßengüterverkehrs in das bestehende Emissionshandelssystem bekannt zu geben.

Einer der ersten Schritte im Projekt ist die Erfassung der Ausgangslage durch eine Online-Befragung von Logistikdienstleistern.

Unter der Internetadresse www.ilm.ovgu.de/letsgo_befragung kann an der Befragung teilgenommen werden.

Das Forschungsprojekt LETS GO wird aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. durchgeführt. Die Laufzeit beträgt 18 Monate.

Ansprechpartner: Alexander Kaiser, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Logistik und Materialflusstechnik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: 0391 67-12105, E-Mail: Alexander.Kaiser@ovgu.de

Katharina Vorwerk | idw
Weitere Informationen:
http://www.ilm.ovgu.de/letsgo_befragung

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