Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Angst um den Schreiadler über Nahost

08.03.2010
Mit Spannung verfolgt die Deutsche Wildtier Stiftung den Zugweg des "Pommernadlers"

Er ist klein und besonders scheu: Der Schreiadler gehört zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten überhaupt und hat mit gerade mal hundert Brutpaaren in Deutschland längst einen Stammplatz als stark gefährdete Art in den Roten Listen der Brutvögel.

Jetzt machen sich die letzten in Deutschland brütenden Schreiadler auf den 10.000 Kilometer langen Heimflug aus den Winterquartieren im Süden Afrikas. Wenn alles gut geht, erreichen sie Anfang April unbeschadet die Brutgebiete in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

Mit Spannung verfolgt die Deutsche Wildtier Stiftung den Zugweg des "Pommernadlers"

Er ist klein und besonders scheu: Der Schreiadler gehört zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten überhaupt und hat mit gerade mal hundert Brutpaaren in Deutschland längst einen Stammplatz als stark gefährdete Art in den Roten Listen der Brutvögel.

Jetzt machen sich die letzten in Deutschland brütenden Schreiadler auf den 10.000 Kilometer langen Heimflug aus den Winterquartieren im Süden Afrikas. Wenn alles gut geht, erreichen sie Anfang April unbeschadet die Brutgebiete in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Der kritischste Teil der Reise steht den Vögeln allerdings noch bevor: der gefährliche Flug über Nahost! "Bei der Überquerung der Länder Syrien, Libanon sowie im Süden der Türkei droht den Schreiadlern der Abschuss durch Wilderer", sagt Margit Meergans, Projektmanagerin der Deutschen Wildtier Stiftung.

"Über Nahost waren im letzten Frühjahr und Herbst die Verluste auf dem Zug in die afrikanischen Überwinterungsgebiete katastrophal", bedauert Margit Meergans. Von acht in Brandenburg besenderten männlichen Tieren wurden vier mit hoher Wahrscheinlichkeit illegal abgeschossen. "Vier Schreiadler entsprechen rund 20 Prozent der gesamten männlichen Brutpopulation in Brandenburg", erklärt Schreiadler-Experte Professor Dr. Bernd-Ulrich Meyburg, der den Verlust als dramatisch einstuft! Der Vorsitzende der Weltarbeitsgruppe für Greifvögel und Eulen ist Kooperationspartner der Deutschen Wildtier Stiftung und führt die Auswertungen von Schreiadler-Daten durch. Der erfahrene Spezialist besendert seit Jahren Schreiadler mit solarbetriebenen, 30 Gramm leichten GPS-Sendern, die die Tiere wie einen Rucksack auf dem Rücken tragen. Durch diese GPS-Ortungen konnten viele interessante Erkenntnisse gewonnen werden. Die Messungen ergaben z.B. eine maximale Flughöhe von 2044 Metern und eine Höchstgeschwindigkeit von 103 km/Stunde auf dem Fernzug.

Durch die GPS-Ortung ist der Standort der Vögel dem Experten die ganze Zeit über bekannt. Zurzeit befinden sich die besenderten Schreiadler nördlich von Botswana und im Süden Somalias. Das Warten auf die Rückkehr der Schreiadler zehrt an den Nerven", sagt Margit Meergans von der Deutschen Wildtier Stiftung. "Noch sind alle drei Altadler, die wir in den Jahren 2008 und 2009 besendert haben, auf Sendung. Wir können nur hoffen, dass alle ihre Brutgebiete in Deutschland unversehrt erreichen...!"

Die Expertin der Deutschen Wildtier Stiftung hält am Sonntag, den 14. März auf der Veranstaltung "Schreiadler - Der am stärksten gefährdete Adler Deutschlands" im Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e.V. einen Vortrag zum Schutzprogramm der Deutschen Wildtier Stiftung. Weitere Informationen finden Sie in der angehängten PDF-Datei.

Zusatz-Info: Die Deutsche Wildtier Stiftung dankt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) für die finanzielle Förderung des Projekts. Ohne das Engagement der Förderer und Partner des Schreiadler-Projektes der Deutschen Wildtier Stiftung wäre der Schutz der seltenen Vögel nicht möglich. Zu den Partner im Projekt gehören: Weltarbeitsgruppe für Greifvögel und Eulen: Prof. Dr. Meyburg (Vorsitzender), Prof. Dr. Kai Graszynski; Landesumweltamt Brandenburg: Dr. Torsten Langgemach (Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg), Paul Sömmer (Leiter der Naturschutzstation); Büro SALIX Umwelt- und Landschaftsplanung, Teterow, Mecklenburg-Vorpommern: Dr. Wolfgang Scheller

Eva Goris, Pressesprecherin, Billbrookdeich 216, 22113 Hamburg, Telefon 040 73339-1874, Fax 040 7330278, E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de

Eva Goris | idw
Weitere Informationen:
http://www.DeutscheWildtierStiftung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

nachricht "Brauchen wir das?" Auf dem Weg zu einer umweltgerechten Bedarfsprüfung von Infrastrukturprojekten
09.08.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten