Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aktuelle Forschung liefert keine Belege für ökologische Schäden

30.03.2011
Ergebnisse der Initiative "Biologische Sicherheit gentechnisch veränderte Pflanzen" in Berlin vorgestellt / 150 Akteure aus Wissenschaft und Politik diskutierten mit

Seit mehr als 20 Jahren fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Projekte der biologischen Sicherheitsforschung bei gentechnisch veränderten Pflanzen.

Am heutigen Mittwoch wurden nun in Berlin aktuelle Ergebnisse der 2008 gestarteten Förderrunde "Biologische Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen" im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung rund 150 Akteuren aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft vorgestellt und diskutiert.

In den Projekten werden beispielsweise Umwelteinwirkungen von gentechnisch veränderten Maispflanzen untersucht. So beschäftigen sich die Projekte mit möglichen Auswirkungen dieser Pflanzen auf Nichtzielorganismen wie verschiedene Nützlinge und Bodenbakterien. In einem weiteren Schwerpunkt werden neue Methoden entwickelt, um die ungewollte Verbreitung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP) zu vermeiden. Ein wichtiges Ergebnis der Forschung unter vielen: Die Projekte lieferten bisher keine wissenschaftlichen Belege für ökologische Schäden durch die untersuchten gentechnisch veränderten Pflanzen.

Die Gentechnik, insbesondere deren Anwendung in der Landwirtschaft, wird in der Öffentlichkeit seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. Deshalb begleitet die Bundesregierung bereits seit Ende der 80er Jahre die Entwicklung der Gentechnik auch mit Forschungsinitiativen zu Fragen der biologischen Sicherheit. Bis heute hat das BMBF mit mehr als 100 Millionen Euro über 300 Vorhaben gefördert, davon 120 Projekte zur Sicherheitsbewertung gentechnisch veränderter Pflanzen.

Insgesamt haben sich bisher über 60 Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen an den Forschungsprojekten beteiligt.

"Die Grüne Gentechnik", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan, "ist eine Technologie, von der ich glaube, dass sie einen Beitrag zum Problem Welternährung leistet. So kann sie Pflanzen widerstandsfähig machen gegen Wassermangel und Hitze. Grüne Gentechnik besitzt das Potenzial, erhebliche ökologische Vorteile zu erzielen, zum Beispiel durch die Reduktion von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln." Die Förderung der biologischen Sicherheitsforschung durch die Bundesregierung ist Teil dieses verantwortungsvollen Handelns im Sinne der Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt.

Die Herausforderungen, aber auch die Chancen der Forschung mit gentechnisch veränderten Pflanzen sind Element der nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030. Die Bundesregierung verfolgt damit die Vision einer ressourcenschonenden und nachhaltigen bio-basierten Wirtschaft.

Technologieübergreifend sollen Verfahren entwickelt werden, um ausreichende Mengen an Lebensmitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen und Energieträgern zu produzieren. Die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion muss dabei im Einklang mit dem Klimaschutz und der Erhaltung der biologischen Vielfalt stehen.

Umfassende Informationen über die konkreten Forschungsthemen und Ergebnisse der geförderten Projekte sind auf der Informationsplattform www.biosicherheit.de abrufbar.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.biosicherheit.de
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa
16.01.2017 | Universität Wien

nachricht Kann das "Greening" grüner werden?
11.01.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie